VERGLEICH IHRER FORMEN MIT DEN GLETSCHERSCHLIFFEN.
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Schalen, 1 von denen auch die tiefer liegenden die gleiche Glättung wie jene an derOberfläche zeigen.
Steht man den Abhängen gerade gegenüber, so könnte es allerdings scheinen,als ob die gerundete und cylindrische Gestalt der Felsen eine bloss auf die Aussen-fläche derselben beschränkte Erscheinung wäre, aber sobald man durch eine wie-derholte Untersuchung dieser Bildungen in der Nähe mit den Formen derselben ver-traut geworden ist, erkennt man selbst aus einiger Entfernung, bei günstiger Be-leuchtung , die schalige Structur der Felsmassen; es ist dabei sehr vorteilhaft, wennder Standpunkt so gelegen ist, dass man die Berge unter einem etwas spitzen Win-kel ansieht. Auf der Figur 2 Taf. XIV habe ich den Versuch gemacht von einem ähn-lichen Standpunkte aus die sonderbaren Formen am linken Ufer des Aargletscherswiederzugeben, und zugleich so viel als möglich ihren Zusammenhang mit der inne-ren Structur der Felsen hervorzuheben. Auf der Ansicht dieser Berge, welche indem schönen Atlas von Agassi/. (Systeme glaciaire 1847 PI. A.) mitgetheilt ist, hatder Künstler einen Standpunkt gewählt, welcher sich mehr der Mitte gegenüberbefand; ich erlaube mir zu bemerken, dass ein so gelegener Punkt wohl wenigergeeignet ist die Natur dieser Formen klar und richtig hervortreten zu lassen.
Wenn man die grossen Oscillationen berücksichtigt, welchen die Gletscher nochin historischen Zeiten unterworfen sind, wird man gerne zugeben, dass gerade indieser Lokalität der Einfluss der Gletscher auf den Boden sich in grosser Ausdeh-nung geäussert haben kann.
An den unteren Theilen der Berge wurden dadurch in evidenter Weise vielfacheStreifen und Ritzen hervorgebracht, welche der Wirkung des Gletschers zuzuschrei-ben sind, und jene Stellen, an denen nicht schon ohnediess die glatten Flächen derGranitschalen zu Tage gingen, wurden dadurch ebenfalls abgeschliffen und polirt.Meine Absicht ist nur darauf aufmerksam zu machen, dass die gerundeten Formenund die Glättung der Felsen, welche man hoch an den Abhängen hinauf verfolgenkann, in ihrer allgemeinen Erscheinung von der inneren Schalenstructur des Gra-nites bedingt werden. Den besten Beweis hiefür liefert auch der Umstand, dassan den Abhängen des Ewigen Schneehornes u. s. w., weiter rückwärts im Thale ,welche vorzugsweise aus krystallinischen Schiefern bestehen, 2 die Rundhöcker unddie allgemeine Glättung der leisen verschwinden, weil eben diesen Gesteinen nichtmehr jene schalige Absonderung eigenthümlich ist, wie dem Granite. Jedoch da,
1) Vergl. die Stellen a. a. der Zeichnung, an welchen die Ueberlagerung der Schalen am bestensichtbar wird.
2) Nur zuweilen sind zwischen den G lim me r schiefem, Chlorit- oder Talkschiefern einzelneGneissstreifen entwickelt. Die Schichten fallen auf dem Passe, welcher vom Gauligletscher nach demAargletscher führt, ebenso wie am Ewigen Schneehorn mit einer Neigung von 55 — 00° nach S. S. 0.
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