17C
MENGE DER KOHLENSÄURE IN DEN HÖHEREN LUFTSCHICHTEN.
Chlorcalcinmröhren fest verbunden, deren Oeffnungen selbst mit langen Papierpfropfenverschlossen waren. Alle Köhren waren, um das Zerbrechen zu verhindern, aufeinem reinen Brette befestigt.
Bei dem Versuche auf der Vincentpyramide wurden die Köhren am Morgen undam Abende desselben Tages auf unserer Hütte gewogen; während des Transporteswaren sie mit Papierpfropfen und Kautschuck-Köhren fest verschlossen und einzelnin Papier gewickelt, in hölzernen Kästchen verpackt. Ich hatte zur Controle einviertes, nicht zum Versuche benütztes Kalirohr, in ganz gleicher Weise verpackt,mitgenommen, dessen Gewicht des Morgens und des Abends nicht die geringsteVeränderung zeigte.
Der Aspirator, aus starkem Eisenblech, mit zwei Hähnen an der Ein- undAusströmungsöffnung versehen, fasste 7930 C. Cent. Wenn derselbe wegen momenta-nen Wassermangels nicht völlig gefüllt werden konnte, 1 oder um den Versuch frü-her abzubrechen, nicht ganz entleert wurde, so bestimmte ich die benützte Wasser-menge durch ein 250 C. Cent fassendes, graduirtes Messgefäss. Der luftdichte Schlussder Kautschuckröhren, welche die verschiedenen Theile des Apparates verbanden,wurde mehrere Male während der Dauer des Versuches geprüft; ich band gewölin-
Zusammenstellung der
Nr.
Orte der Beobachtung.
Höhe.
Meter. | P-Fuss
Zeit und Dauerdes Versuches.
2 .
32,5
32,5
100
100
19. Juni 18517 h p. m. bis
20. Juni 10"
a. m.
20. Juni 7 hp. in. bis21. Juni 10 h
a. m.
Barometerred. inMillim.
760,6 4 5
Temperaturder Luft0 Cels.
Mittel 13
761,3* i Mittel 14
1) Dieses war zuweilen auf der Vincenthütte der Fall, wo man sich durch Schmelzen von Schnee das nüthig eGefässen wieder aufgesammelt, um zu verhindern, dass es sich über den Boden verbreitete.
2) Relation des experiences pour determiner les principales lois physiques et les donnees numeriques qui entrefllBruder und ich nach den Tafeln von Marchand (S. 10) das Gewicht von 1000 C. Cent. Kohlensäure = 1,9870 Grffl'
3) Berlin . Im Laboratorium von Hrn. Prof. H. Rose, in der Cantianstrasse; die Fenster waren geschlossen»und 9 Fuss vom Pflaster entfernt war. Auf der gegenüberstehenden Seite der Strasse befinden sich keine Häuser;
4) Bar.: Mittel der Beobachtungen vom 19. u. 20. Juni. Ich verdanke die meteorolog. Beobachtung für diesen un (1
5) Bar.: Mittel d. Beob. vom 20. und 21. Juni.
ZUSAMMENSTELLUNG DER VERSUCHE.
177
ich die Kautschuckröhren an jedem Ende mit je zwei Schnüren an die Glasröhrenfest, wodurch ein ununterbrochen luftdichter Verschluss des Apparates erzielt wurde.
Es ist kaum nöthig zu bemerken, dass der Hahn an der Einströmungsöffnungdes Aspirators geschlossen wurde, sobald ich an dem Apparate oder in seiner Umge-bung beschäftigt war; ich vermied ferner so sehr als möglich, auch wenn das Durch-streichen der Luft unterbrochen war, mich der Oeffnung der vordersten Chlorcal-cinmröhre zu nähern.
Die Untersuchung der atmosphärischen Luft von Berlin wurde in dem Laborato-rium von Hrn. Prof. H. Rose angestellt, welcher mir auch mit zuvorkommenderGüte gestattete die vorbereitenden Versuche in seinem Laboratorium auszuführen.Für die Berechnung wurden angenommen:
o o
Specifisches Gewicht des Kohlensäuregases nach Regnault (Pogg. Ann.
Bd. 65, S. 418). 1,5291
Ausdehnungscoefficient des Kohlensäuregases für 1° C. nach Regnault 0,003719Gewicht von 1000 Cub. Cent. Kohlensäure bei 0° C. und 760 Mm. Bar.nach Regnault 2 .. 1,9774 Gnn.
Versuche. 1851.
Befeuchtetes'Thermometer° Cels.
19. J. 10 h p.m.
20. J. 6 h a. m.10,25
(2 h p. m.
12,9)
20. J. 10 h p.m.
11,0
21. J. 6 h a. m.
11,0
(2 h p. m.12,9)
Rela-
Volum d.
Gewicht der Kaliröhren in
! Köhlens.
tive
unters.
Grammen.
1 in 10000
Bemerkungen.
h’euch-
Luft.
Vor dem
1 Nach dem
Zunahme.
j theilen
tigkeit.
(Jub. Cent.
Versuche.
Versuche.
Luft.
71
23850
28,4375
28,455
0,0175
4,22
Westwind, halbheiter. Min d
Nacht 11,0 C. Am 19. Juni
83
18,412
18,413
0,001
Vorm, und Mitt. war es trübe,am vorhergehenden Tage (18.Juni) trübe mit Regen.
(57)
19,930
19,9305
0,0005
0,019
77
23850
28,455
28,470
0,015
3,90
Schwacher Westwind, heiter; Min.
d. Nacht 12,5 C.
72
18,413
18,414
0,001
(40)
19,9305
19,932
0,0015
41,672
41,672
—
0,0175
Wasser verschaffen musste. — Bei allen Versuchen (ausser dem Versuche Nr. IG) wurde das ausfliessende Wasser in
dans le calcul des machines ä vapeur . 1847. p. 158. — Bei unseren früheren Versuchen in Ivärnthen hatten meinangenommen.
die Luft strömte von Aussen durch eine Glasröhre ein, deren vorderes Ende 1 bis 2 Fuss von der Wand des Hauses,ist von der Spree begränzt.
die folgenden Tage der gütigen Mittheilung des Hrn. Prof. Dovk.
23