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ARNAI1ME DER UODENTEMPERATITR MIT I>F.R IIÜIIE.

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nirten stets beschatteten Gneissfelsen standen um mehrere Grade tiefer als jene inSchutt oder in Felsen, welche frei der Besonnung ausgesetzt waren. Man findetin den höheren Theilen der Alpen den Boden au sehr schattigen Abhängen oder inkleinen Schluchten nicht selten den grössten Theil des Tages fest gefroren, wäh-rend die besonnten Felsen in geringer Entfernung davon an ihrer Oberfläche 10 bis20° C. erreichen.

3) Sehr bemerkenswert!! ist die bedeutende Erwärmung der besonntenBodenoberfläche, welche man selbst in Höhen von 10000 bis 12000 Fuss be-merkt. An sehr heiteren Tagen beobachtete ich hier öfter Maxima von 20 bis 31° C.,während die gleichzeitige Lufttemperatur nur 0 bis 8° betrug. Auf der Vincent-hütte zeigte die besonnte Oberfläche der Felsen und des Bodens in den Mittags-stunden sehr häufig 10 bis 16° C., auch an Tagen, an welchen die Wirkung derdirekten Besonnung durch vorüberziehende Nebel und Wolken geschwächt war;während die mittlere Temperatur der Luft im Schatten an 2 h p. m. 3,9° C. betrug;nur an sehr schönen Tagen stieg die Lufttemperatur im Schatten auf 5 bis 0°, aneinem einzigen Tage betrug sie 9,1° C.

Das Maximum der Oberflächentemperatur, welches in den schönen Beobachtungs-reihen von Bravais und Martins auf dem Faulhorn (2683 Met.) vorkömmt, ist am28. September 1844 12 h 39,8° C.; Lufttemperatur 9,9. Diese hohen Temperaturender Bodenoberfläche zeigen sehr rasche und grosse Oscillationen. Sobald die Sonnenur kurze Zeit von einem mehr oder minder dichten Wolkenschleier bedeckt ist,sinken die Thermometer schnell um mehrere Grade. Auch die kalten Winde bringenbedeutende Veränderungen in der Wärme der Bodenoberfläche hervor.

Die Feuchtigkeit des Bodens in den Ilocliregionen übt ebenfalls einen sehrgrossen Einfluss auf die Temperatur desselben aus; sowohl an der Oberfläche desBodens als in den etwas tieferen Schichten.

Die Lebhaftigkeit der Thau- und Keifbildung, das Entstehen von Nebeln oderdie Berührung mit vorüberziehenden Wolkenschichten , die Häufigkeit kleiner Schnee-fälle, die sich weiter unten bald in feinen Hegen verwandeln, und nicht selten ganzverdunsten, wenn sie die untern wärmeren Schichten der Atmosphäre erreichen; allediese Umstände tragen wesentlich dazu bei, in den höheren Theilen des Gebirgesdem Boden mehr Feuchtigkeit mitzutheilen.

Die obersten Erdschichten in flöhen, die sich merklich über die untere Grenzeder Wolkenbildung 1 erheben, sind nur dann trocken, wenn sich mehrere schöne undwarme Tage folgen, an denen die Wolkenbildung selten ist, oder auf sehr grosseHöhen beschränkt bleibt, aber bei einer Tiefe von 2 bis 3 Centm. enthalten sie auchdann noch eine merkliche Menge von Feuchtigkeit.

1) Selbst Mittags an Sommertagen finden sich schon zwischen 7000' bis 8000' viele Hanfenwolken;Morgens und Abends stehen sie noch merklich tiefer. Vergl, Cap. Atmosph. Feuchtigkeit. Theil III.