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GEGENSEITIGES VERIIÄLTNISS DER FIATSS - UNI ) LUFTWÄRME.

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Die Erde unter dem Rasen ist zugleich weniger grossen Kälte- und Wärme-extremen ausgesetzt als die festen Felsen in gleicher Tiefe 1 .

Wenn man die grossen Unterschiede in der Temperatur des Bodens betrachtet,Molche an hohen Standpunkten durch die Exposition des Abhanges, den Schutzdesselben vor kalten Winden, der grossem oder geringem Entfernung von Schnee-und Eismassen u. s. w. hervorgebracht werden, so begreift man, warum an einzel-nen Stellen, welche vermöge der Bodenform aus der Schneebedeckung hervorragenund gleichsam Inseln wärmeren Bodens bilden, phanerogamische Pflanzen selbst noch2000 Fuss über der Schneelinie gedeihen können; während an anderen ebenfallsschneefreien Punkten, welche aber diese günstige Lage nicht besitzen, selbst in ge-ringeren Höhen keine Spur von Vegetation oder wenigstens keine Phanerogamen zuentdecken sind.

5) In der Tabelle VI (Seite 202) sind die Temperatur Veränderungen vondrei Flüssen verglichen, welche sich in dem grossen Becken von Partenkirchen vereinigen. Man erhält im Mittel dieser Beobachtungen, die sich zwischen den 5.und 30. September 1852 vertheilen:

Temperatur der Loisacli .

....

.

11,43°

„ „ Partnach

. . . •

.

8,64

„ „ Kanker .

11,11

Temperatur der Luft im

Schatten zu

St. Anton ,

Mittel des September .

12,2

Temperatur des besonnten

Bodens in

einer Tiefe

von 75 Centimetern zu

St. Anton ;

Mittel vom

0—27. September . .

14,4.

Die Temperatur Verschiedenheiten dieser drei Flüsse ordnen sich weder nachihrer Wassermasse, denn hier folgen sich die Loisacli, die Partnach und hierauf dieweit kleinere Kanker, noch nach ihrer Längenentwickelung. Die letztere beträgtmit Einschluss der wichtigsten Krümmungen:

bei der Loisacli . . . 72000 Par. Fuss,

bei der Partnach . . . 4(5300 „ „

bei der Kanker . . . 30700 „ „

Die weit kältere Temperatur der Partnach scheint vorzugsweise davon abznhängen,dass sich in ihr das AVasser von den stelleinveise mit Schnee und Eis bedeckten Ab-hängen des 8000 bis 9000' hohen Gebirgsstockes der Zugspitze und des Wetter-steines vereiniget. Zugleich fliesst die 1 artnach bis in die Ebene von Partenkir-chen mit grosser Schnelligkeit durch ein ticfeingeschnittenes und nach Norden gerich-

1) Einige Beispiele hiefür sind unter den Beobachtungen auf der Vincenthiitte mitgetheilt. Vergl.auch die im 3. Tlieile mitgetheilten Versuche über die Wärmeleitungsfähigkeit des trockenen Sandes unddes Marmors.

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