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ABNAHME TIER QUELLENTEMPER ATER MIT DER HÖHE.

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etwas kleiner als jenes, welches Kämtz aus den 1!) Beobachtungen Waiilenbergsabgeleitet hat. (150 Toisen für 1° C.)

Jedenfalls ist die Abnahme der Quellcntcmperatur langsamer alsjene der mittleren Jahrestemperatur, welche in den Alpen 540 P. P.(90 Toisen) für 1° C. beträgt. Die Quellen in den Alpen sind im All-gemeinen im gleichen Niveau wärmer als die mittl ere Luf ttemp eratur;der Unterschied zwischen Luft- und Quellenwärme wächst mit derHöhe.

Noch ist zu bemerken, dass die Abnahme der Quellentemperatur in grösserenHöhen, besonders bei Quellen von 3° bis 1° C., langsamer zu werden scheint alsim Mittel und als in den tieferen Theilen des Gebirges, obgleich eine vermehrteAnzahl von Beobachtungen nöthig sein wird, besonders um die Höhendifferenz,welche hier einer Temperaturveränderung von 1° C. entspricht, sicherer zu bestim-men. Es würde dieses der Annahme entgegen sein, welche ich früher, wo mirweit weniger Quellen zur Vergleichung zu Gebote standen, für wahrscheinlicherhielt; ich glaubte damals, dass die Abnahme der Temperatur bei den höchsten Quel-len rascher würde, wofür mir auch die Analogie mit der Verminderung der mitt-leren Lufttemperatur zu sprechen schien, welche in grösseren Höhen rascher vorsich geht als an den tieferen Stationen.

Bemerkenswerth ist die langsame Abnahme der Quellentemperatur in den Alpen,wenn man sie mit der raschen Zunahme der Wärme gegen das Innere der Erdevergleicht, Eür die letztere nimmt Alexander von Humboldt 1 als die wahr-scheinlichste Zahl 92 Par. Fuss bei einer Erhöhung der Erdtemperatur um 1° C.an; so dass sich die Zunahme der Wärme nach der Tiefe zur Abnahme der Qucl-lentemperatur mit der Höhe ungefähr verhalten würde, wie 1 :7,8.

Bei Vergleichung der Quellentemperatur in verschiedenen Gruppender Alpen bemerkt man eine Zunahme derselben in den südlichen Theilen; jedochdieser Einfluss allein würde nicht genügen, um die Verschiedenheiten in der Höheder Isogeothermen zu erklären, welche man oft in nur wenig entfernten Alpen-gruppen findet. Diese Unterschiede weisen im Gegentheil auf den constanten Zu-sammenhang hin, welcher zwischen der Wärme des Bodens auf der einen und zwi-schen der Gestaltung und der mittleren Erhebung der Bergketten auf der anderenSeite besteht. Die Temperatur des Bodens ist bei gleicher Höhe nichtdieselbe in dem ganzen Alpenzuge; die isothermen Flächen, welchedie Punkte gleicher mittleren Quellenwärme verbinden, erhebensich im Gegentlieile, abgesehen von dem Einfluss der geographi-schen Breite, im allgemeinen um so mehr über das Niveau des Meeres,je bedeutender die mittlere Erhebung des Bodens ist. Diese Erschei-

1) Kosmos I. S. 181 und 426.