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ABNAHME DER QUELLENTEMPERATUR MIT DER HÖHE.

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suchte, die Quellen in den Centralalpen von Tyrol und Kärnthen 1 mit jenen in denKalkalpen vergleicht, welche nur etwa i Grad nördlicher liegen, aber bedeutendniedriger sind.

Ein schönes Beispiel für die Abhängigkeit der Quellentemperatur von der Höheund der Gestaltung der Gebirge und für die rasche Erkältung derselben an freienGipfeln bieten die Beobachtungen in der Auvergne.

Quellen in den vulkanischen Gebirgen der Auvergne .

Nr.

Quellen.

Höhe.

Par. Fuss.

Temperat.

Cels.

Erhebung für 1° C.verglichen mit

1. Royat . | 7. Dogne.

1 .

Royat .

1533

10,6

. ,

478

2.

Fontanas.

2426

8,2

372

526

3.

La Font de l’Arbre.

2478

8,1

378

526

4.

Murat - la - Qnayre.

3140

7,9

595

415

5.

Bains du Mont-Dore .

3255

6,5

420

544

6.

Fuss des Capucin.

3300

6,9

478

479

7.

Dogne und Dore.

5215

2,9

478

—

Bains du Mont-Dore verglichen mit Font de l’Arbre. 486

Fuss des Capucin verglichen mit Font de l’Arbre. 685

Mittel 490P.Fuss.

Die Vergleichungen in der vorhergehenden Tabelle scheinen zu zeigen, dassdie Abnahme der Quellentemperatur in diesen schmalen und verhält-nissmässig niedrigen Bergketten 2 , deren höchste Gipfel 4544 P. F.(Puy de Dome ) und 5834' (Puy de Sancy) erreichen, weit rascher vorsich geht als in den Alpen.

1) Ich habe nicht gewagt, aus den früher mitgetheilten Beobachtungen in der Tauernkette der öst-lichen Centralalpen, ebenso bestimmte Zahlen für die Höhe einzelner Isogeothermen abzuleiten, wie iches für die Centralalpen von Wallis und Savoien und für die nördliche Nebenzone der Alpen in der Ta-belle S. 220 zu thun versuchte. Da die Beobachtungen in den Tauern nur auf einen verhältnissmässigkleinen Flächenraum vertheilt sind, so kann man bei den vielfachen Veränderungen, welche die Tem-peratur der Quellen durch die Exposition der Abhänge, die physikalischen Eigenschaften des Bodensund die Ursprungsverhältnisse der Quellen u. s. w. erfährt, nicht erwarten, Mittel zu erhalten, in welchensich diese verschiedenen Einflüsse ungefähr das Gleichgewicht halten würden.

2) Vergl. die Temperatur der Quellen in Thüringen in Abth. IV. Dort sind auch einige Beobach-tungen über die monatlichen Veränderungen der Quellenwärme (in Berlin, Kremsmünster und Aosta )zusammengestellt.

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