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NETTE BEOliACOTTTNGSSTATIONEN. O. BAYEUX .

351

Monat.

Peissenbergl.

München .

Mittlere Er-hebungfür10°C. Abnahmein den Al-pen.

Januar

— 2,1° C.

— 3,3°C.

710 P. F.

Februar

-0,8

-0,7

600

März

1,4

3,9

560

April

6,1

8,2

520

Mai

11,0

12,0

460

Juni

13,4

15,0

450

Juli

15,3

17,3

436

August

15,0

16,4

440

September

11,8

13,6

480

October

7,5

8,7

600

November

2,4

2,4

620

December

-0,6

+ 0,2

710

Jahr(ohneCorrection)

6,65

7,8

Es ergiebt sich daraus, dass in allen Monaten die Temperaturabnahme weitlangsamer ist, als jene Witi he. welche wir bei unseren früheren Untersuchungenfür die Alpen im Allgemeinen erhielten; diese sind zur Vergleichung in der letztenSpalte beigefügt.

Es ist im Juli und August für die Alpen die Abnahme von 1 0 C. von einerHöhendifferenz von 440 Fuss bedingt; zwischen München und dem Peissenbergebeträgt aber diese Höhendifferenz für den Juli 700, für den August noch bedeu-tend mehr.

Wenn man die Wintermonate vergleicht, zeigt sich eine noch grössere Unregel-mässigkeit. Der kälteste Monat, der Januar, ist am Peissenberge bedeutend wär-mer als in München .

Auch diese Unregelmässigkeit ist wesentlich von der Bodengestaltung abhängig.

Die Wintertemperatur eines hoch gelegenen Punktes, der sich nicht in einemThalkessel befindet, ist stets etwas gemildert, verglichen mit einem Punkte,der in gleicher Höhe auf einer gleichmässigen Ebene liegt. Jene Duftschich-ten, welche unmittelbar in der Nähe des Bodens durch Strahlung desselbenerkältet werden, können von Abhängen nach unten abfliessen, und werden dann

1) Ohne Reduction auf die Breite von München .