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Das seitliche Abfliessen der Luft zur Zeit des Temperaturmaximums, welchesden niedrigen Barometerstand zwischen 3 h und 4 h hervorbringt, wird vorzüglich inden höheren Theilen der Atmosphäre statt finden, indem durch die Erwärmung derLuft, die zunächst in der Nähe des Bodens beginnt, die ganze Luftsäule gehobenwird und an der oberen Grenze oder wenigstens in ihrer Nähe seitlich abfliesst.
Die Maxima des Barometerstandes werden sich für die Ebenen an jenen Ortenzeigen, wo die beiden Ströme, der obere sowohl als der untere, noch gleichzeitigziemlich intensiv vorhanden sind.
Es bleibt noch zu untersuchen, wie sich das Minimum an der Oberfläche derErde gleichzeitig mit jenem Maximum verbinden kann, welches in den höheren Re-gionen der freien Atmosphäre oder an sehr hoch gelegenen schmalen Abhängen undBerggipfeln eintritt, bei welchen der Einfluss des besonnten Bodens nicht sehr be-deutend ist.
Es dürfte sich dies am besten aus folgender Betrachtung übersehen lassen.
Erwärmt man in einer unten und seitlich abgeschlossenen Röhre eine Luftmasse,die nach oben von einem beweglichen Kolben begrenzt ist, so wird der Kolben ge-hoben, aber die Spannkraft wird im eingeschlossenen Raume, da er sich jetzt ver-grössern konnte, wenn wir von dem kleinen Widerstande der Reibung absehen,stets dieselbe bleiben.
Durch die Erwärmung der Duft in der Nähe des Bodens kann entweder ihreSpannkraft vermehrt werden, oder es wird dieser Vermehrung der Spannkraft da-durch das Gleichgewicht gehalten, dass der Raum für die betreffenden Luftschichtensich vergrössert. In dem letzteren Falle würde der Druck der Luft am Boden auchMittags unverändert bleiben.
Diese Bedingung, nämlich die Vergrösserung des Raumes für jene Luftmasse,welche in der Nähe des Bodens erwärmt wird, tritt in der Natur wirklich ein; deraufsteigende Luftstrom hebt unmittelbar die höheren Schichten etwas empor; dadurchbildet sich zugleich an der oberen Grenze der Atmosphäre eine wellenförmige Er-höhung, die von dem Momente ihres Entstehens an durch seitliches Abfliessenwieder abgeplattet wird.
Bei jener durch den Kolben abgesperrten Luftmasse, die ich oben des Verglei-ches wegen anführte, müsste man sich demnach gleichzeitig mit der Erwärmungden Druck des Kolbens etwas vermindert denken; dann wird es, den Verhältnissenan der Bodenoberfläche entsprechend, geschehen, dass ungeachtet der Erwärmungder Luft die Spannung derselben geringer wird. Die Luft im abgesperrten Cylinderebenso wie jene an der Oberfläche der Erde befindet sich dann verhältnissmässig ingeringerer Spannung, als ihrer Temperatur zukommen könnte, da gleichzeitig derRaum für dieselbe sich vergrössert.
Es vermindert sich demnach einige Stunden nach dem Temperaturmaximumder Luftdruck ander Oberfläche der Erde deswegen, weil durch das Abfliessen
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