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ÜRER DEN (JANG DES RAROMETERS.
an der oberen Grenze der Atmosphäre das Gesammtgewicht der ganzen Luftsäulegeringer wird; es bleibt aber noch zu untersuchen, wie sich gleichzeitig die Verän-derungen des Luftdruckes in der ganzen, zwischen diesen Grenzen eingeschlossenenLuftsäule verhalten.
Wenn ich im folgenden bestimmte Höhen nenne, so sind zugleich nur die ent-sprechenden Punkte in der freien Atmosphäre gedacht; befinden sich selbst inbedeutenden Höhen grosse, der Insolation fähige Flächen, so bildet sich auch hierein aufsteigender Luftstrom, der die Veränderung des Barometerstandes jenem intieferen Punkten fast gleich machen kann. In den Tropen ist nach A. von Hum-iior.DT's Beobachtungen noch bis zu sehr bedeutenden Höhen die tägliche periodi-sche Veränderung des Barometerganges jener in den Ebenen ähnlich. In den Thä-lern der Centralalpen tritt ein sehr entschiedenes Minimum während der erstenNachmittagsstunden noch bis zur Höhe von 4000 Fuss ein 1 2 .
Dass in der freien Atmosphäre das Minimum des Mittags bereits in Höhen vonweniger als 6000 11 nahezu verschwindet, in noch grösseren Höhen aber gleichzeitigein Maximum des Luftdruckes eintritt, scheint von dem Zusammenwirken folgenderbeider Umstände abzuhängen.
Wenn die Erwärmung der Luft in der Nähe des Bodens eine Erhöhung derAtmosphäre zu bewirken beginnt, so wird der Anfang des Abfliessens an deroberen Grenze nicht gleichzeitig eintreten, sondern es wird die Wirkung der durchdie Wärme sich ausdehnenden unteren Luftschichten sich zunächst durch eine kleineCompression der unmittelbar darüber liegenden Luftmassen Raum machen; es kömmtdaher jetzt über einer gegebenen Höhe, z. B. über der Höhe von 6000 Fuss. eineetwas grössere Luftmasse zu ruhen, ohne dass dadurch der Gesammtdruck der Atmo-sphäre verändert wurde; nur die Vertheilung der Dichtigkeit innerhalb der verticalenSäule ist eine andere geworden. Diese locale Verdichtung schreitet wellenförmignach oben fort, während gleichzeitig jetzt an der oberen Grenze das Abfliessen be-ginnt. So kann es geschehen, dass in einer gewissen Höhe, z. B. zwischen 8000und 10000', Mittags noch ein Steigen des Barometers statt findet, während bereitsder Gesammtdruck der ganzen Luftsäule anfängt sich etwas zu vermindern, wie dasBarometer an der Oberfläche der Erde durch sein Fallen erkennen lässt.
In gleichem Sinne wirkt auch die Fortpflanzung der Wärme in der freien At-mosphäre. Die täglichen Veränderungen der Temperatur sind in verschiedenen Hö-hen weder von gleicher Grösse, noch sind sie, wie wir später sehen werden, in derfreien Luftsäule gleichzeitig. Gesetzt es wäre wenigstens das letztere nicht der Fall,
1) Vergl. auch die Bemerkungen über die Temperaturvertheilung am Monte-Rosa. S. 303.
2) Am St. Bernhard, der doch bei weitem niciit den Einflüssen besonnter Abhänge ganz entzogenist, ist bereits (s. unten S. 396) die tägliche Periode nahezu verschwunden; ein Maximum Mittags wurdebeobachtet am Faulhorn 8260 P.F., nach Kaf.mtz, Martins und Bravais; von uns auf der Johannis-hlitte und auf der Viucenthütte.