HÖHE I>EK WOLKEN.
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und I laufen wollte, betrug des Mittags 7000 bis 8000 Par. Fuss (im August und inder ersten Hälfte des September). Dieselben Wolken aber befanden sich noch um9 Uhr Morgens so niedrig, dass die kleinen Gipfel von 5000 bis 6000 Fuss, welchesich östlich von uns zwischen der Gebirgsmasse des Monte-Rosa und der piemon-tesischen Ebene in einem schmalen Saume hinzogen, kaum von den Wolken er-reicht waren; etwas grössere Gipfel ragten dann inselförmig aus dem allgemeinenNiveau der Wolkenbänke hervor. Nur auf der Südostseite wurden die Wolkenmas-sen durch das Aufsteigen des warmen Luftstromes längs der besonnten Flächenemporgetrieben; der Höhenunterschied erreichte an solchen Stellen nicht selten 800bis 1200 Fuss. Dieses Emportreiben der Wolkenmassen findet selbst noch an sol-chen Felsennadeln statt, welche sich weit über die Sclmcelinie erheben. Da wegender Steilheit die Schneebedeckung nicht ganz zusammenhängend ist, erreicht der auf-steigende Luftstrom auch iu diesen Höhen noch eine Lebhaftigkeit, welche im Standeist die Wolkeuhöhe sehr wesentlich zu vermindern. Am Grossen Mont-Cervin, anden steilen Aiguilles in den Umgebungen des Mont-Blanc lässt sich dies sehr re-gelmässig beobachten.
Bisweilen wird die allgemeine Höhe der Cumulostratuswolken sehr gross; be-sonders scheint dies an Tagen einzutreten, au welchen die|Wolkenbildung nicht nurdurch den aufsteigenden Luftstrom, sondern sehr wesentlich durch eine veränderteWindesrichtung hervorgebracht wird.
Am 1. September 1851 zwischen 2 und 4" sahen wir vom Thale von Gressoney aus den ganzen Himmel inil einer sehr dunkeln gleichmässigeu Wolkendecke über-zogen, deren Höhe wir zu 14o00 huss fanden. Die Gipfel des jMonte-Ixosa und desLyskammes befanden sich unterhalb dieser Wolkendecke und zeigten sich dabei ineiner überraschenden Klarheit. Erst nach 4 Uhr, zusammenfallend mit dem Ein-treten einer nordöstlichen Windesrichtuug in den oberen Regionen, zerriss die Wol-kendecke und verschwand zum grössten Theile bis gegen Sonnenuntergang.
Auch Zumstein hatte früher einen ganz ähnlichen Fall beobachtet*.
Die Wolken, welche sich an schönen Tagen durch den aufsteigenden Luftstrombildeten, und die wir von der Vincenthütte aus mit grosser Regelmässigkeit beob-achten konnten, standen gewöhnlich über der lombardisch -piemontesischen Ebenebedeutend niedriger als jene Wolken, welche gleichzeitig über den Centralmassender Alpen im Norden und im Westen sich zeigten.
Die Helligkeit der Wolken ist sehr veränderlich; in den Ebenen sehen wir, dadie Wolken über uns stehen, die nicht beleuchtete 1'lache und nur einen schmalenSaum der beleuchteten; befindet sich aber der Beobachter über dem Niveau einerziemlich zusammenhängenden Molkenschicht, so ist der Glanz der Wolken an ihreroberen Fläche ungemein überraschend und blendend.