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schiedene Winde über einander sich liinwegscliieben; an der Grenze der Winde tre-ten dann sehr häufig Unregelmässigkeiten und Wirbel ein.
Bei solchen Versuchen zu Nimes am 19. Mai 1822 fand Valz, dass innerhalbeines Höhenunterschiedes von 3000 Metern Zahl verschiedene Luftströme vorhandenwaren; das Maximum der Schnelligkeit betrug dabei für einen dieser Ströme 10 Lieuesin der Stunde * 1 .
Wir hatten oft Gelegenheit die Schnelligkeit der Wolken sehr direct beobachtenzu können, indem die Zeit abgelesen wurde, welche zwischen dem Wandern voneiner Kuppe zur nächsten verstrich. Gewöhnlich scheinen die Wolken, wie zu er-warten, etwas langsamer zu gehen, als kleine Körperchen, Papier und Rauch, diedem Winde ausgesetzt werden; bisweilen können aber auch ziemlich grosse Wolkeneine sehr bedeutende Geschwindigkeit erlangen.
Die scheinbare Geschwindigkeit ist um so grösser, je näher man den Wolkensteht; in grossen Höhen macht in stürmischen aber mondhellen Nächten die Win-kelgeschwindigkeit, mit welcher die Wolken am Monde vorübereilen, einen wahr-haft verwirrenden Eindruck, besonders wenn nur kleine Lücken zwischen den Wol-ken sind und der Mond in raschem Wechsel bald erscheint, bald verschwindet.
Als Maximum der Wolkenschnelligkeit kann man wohl 80 bis 100 Fuss in derSecunde annehmen, doch ist diese ungemein selten. Am Matterjoche erhielt ich andem stürmischen Abend des 28. August 1851 95 Fuss in der Secunde; es liess sichnämlich mehrmals sehr deutlich die Zeit bestimmen, welche eine Wolke brauchte,um den Weg zwischen zwei Spitzen von bekannter Entfernung zurückzulegen 2 .
3. Temperaturbestimmungen der atmosphärischen Niederschläge.
Zu verschiedenen Malen versuchten wir die Temperatur des Regens mit dergleichzeitigen Wärme der Luft zu vergleichen. Bei starkem Regen genügt es, einGefäss ein paar Male sich füllen zu lassen und wieder zu entleeren, ehe man dieBestimmung vornimmt, um die anfängliche Wärme des Gefässes selbst zu eliminiren.Bei feinem Regen suchten wir die Temperatur dadurch zu bestimmen, dass wirFiltrirpapier dem Regen aussetzten, bis es ganz durchnässt war; die eine Ecke warbedeckt und blieb trocken. An dieser wurde dann das 1 apier angefasst, um eineThermometerkugel geschlungen, und nun am trockenen Ende ein wenig ungezogen,um die so ausgepresste Feuchtigkeit mit der Kugel selbst in Berührung zu bringen;
sich auch mehrere Windesrichtungen gleichzeitig mit Bestimmtheit erkennen. — Ferner: A. Queteletsur les variations annuellcs dans les couches superieures de 1 atmosphere. Ann. 1851.
1) Ann. 1850 S. 139.
2) In Lyon war von Bravais als Maximum 105 Fuss beobachtet worden.
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