ÜBER EINIGE MITTLERE ZAHLEN VERHÄLTNISSE.
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steil die Gruppe des Mont-Blanc , in welcher die seciindären Gletscher so tief her-abreichen wie in der Oet/.thalergruppe die primären.
Den Einfluss, den die Grösse der seciindären Gletscher auf die Höhe ihres En-des ausübt, sehen wir sehr deutlich, wenn wir das Oetzthal mit den Tauern undmit dein Salzkammergute vergleichen. In den letzteren ist bei gleicher Höhe dieTemperatur niedriger, dessenungeachtet reichen die seciindären Gletscher nicht soweit herab, weil sie kleiner sind.
Am Monte-Rosa , wo die seciindären Gletscher ebenso hoch sind als in denTauern, wird dieses durch die Temperaturverhältnisse, ähnlich wie das Hinaufrückender Schneegrenze, hervorgebracht. Es bleibt jedoch wegen der Grösse der secun-dären Gletscher gerade in dieser Gruppe die Entfernung von der Schneegrenze nochsehr gross; nur in den Umgebungen des Mont-Blanc ist sie noch grösser. .
Bei den primären Gletschern ist die Tiefe, welche sie erreichen, ebenfalls aufähnliche Weise von der Grösse der Gletscher und von der Neigung des Terrains ab-hängig; die Temperaturverhältnisse an ihrem unteren Ende sind aber sehr verschieden.
Es lässt sich erwarten, dass sehr tief herabreichende Gletscher nur in grossenund steil abfallenden Gebirgen Vorkommen werden; dies bestätigt die Lage des un-teren Griiidelwaldgletschers, welcher (bei 3065' 998 M.) der tiefste Gletscher derAlpen ist. Der Macugnagagletscher, der sich ebenso wie der Lysgletscher auf derpiemontesischen Seite des Monte-Rosa befindet, reicht um 2000' tiefer hinab, dabei den ersteren die Neigung des Terrains ungleich steiler ist.
In den mittleren Resultaten zeigen sich diese Unterschiede nicht weniger deut-lich. In den Umgebungen des Mont-Blanc reichen, ungeachtet seiner südlicherenLage, die primären Gletscher 2300' tiefer herab als z. B. im Oetzthale.
Die grösste Höhe, bei welcher Gletscher enden, findet sich, wie zu erwarten,bei den secundären. Auch diese Höhe variirt nach den einzelnen Gruppen; es fragtsich nur, wie nahe ein Gletscherende der Schneegrenze liegen kann. Man bemerktin dieser Beziehung, dass es in einzelnen Fällen nur 200 bis 300' unterhalb dersel-ben sich befinden kann. Solche Fälle finden sich in allen Gruppen. Besonders auf-fallend ist das Ende des Salmsgletschers in den Tauern, in der Nähe des Gross-glockners; obwohl seine Ausdehnung nicht unbedeutend ist, liegt sein unteres Endedoch gegen 100' höher als die mittlere Schneegrenze, bei 8404' 2730 M. Erselbst befindet sich allerdings in einem kleinen Thale , in dem durch günstige Lagedie locale Schneegrenze circa 8500 hoch liegt; aber alle anderen, unmittelbarenUmgebungen desselben haben ganz deutlich die Schneegrenze bis 8300'.
Einzelne secundäre Gletscher erreichen noch ziemlich tiefe Stände; so liegt derRaufergletscher etwas niederer als der Oberaargletscher; am Ortles sind es secun-däre Gletscher, die Madatschgletscher, welche am tiefsten herabreichen.
Als allgemeine Höhenresultate kann man demnach für die Alpen zwischen demMont-Pelvoux und den Tauern annehmen: