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GEOLOGISCHE VERHÄLTNISSE HEIt ZUGSPITZE UNI) DES WETTERSTEINS.
Lithodendren und Astraeen, wurden bisher noch nicht näher untersucht und be-stimmt.
An den nordwestlichen Abhängen des Wachsensteines gegen denEibsee und Grainau fanden sich in den Entblössungen des Kohrbaches, des Alple-baches u. s w. unter anderen Petrefakten vorzugsweise folgende sicher bestimmbareArten, welche jedenfalls diese Schichten als unteren Lias charakterisiren:Gervillia inflata Schafii. An einigen Stellen in sehr zahlreichen Exemplaren.Lima gigantea SoAV.?
Modiola Schafhaütli Stur = Modiola texta Schafii.
Rhynchonella subrimosa Sciiafh.
Trigonia, übereinstimmend mit der oben angeführten Art aus dem Lahnewiesgraben.
Diese Schichten setzen sich in östlicher Richtung über die nördlichen Ab-hänge des Kreuzjoches, über den Eselberg und Wamberg bis zum Isar -thale fort. Die dunkelen mergeligen Kalksteine und Mergelschiefer sind an diesenLocalitäten im Allgemeinen nicht sehr reich an Versteinerungen; sie gehören jedochsowohl den Lagerungsverhältnissen als der Gesteinbeschalfenheit nach zum unterenLias. Es finden sich darin öfter einige undeutliche, nicht näher bestimmbare Zwei-schaler; nordöstlich von Elmau am Wege nach Klais traf ich jedoch auch einigeStücke voll vonNucula comp] an ata Phile., die sowohl im Lahnewiesgraben alsbei der Wettersteinalpe vorkömmt.
In nördlicher Richtung stehen diese Schichten in unmittelbarem Zusammenhangmit den ganz ähnlichen Gesteinen auf der rechten Seite des Kankerbaches undam Südwest-Fusse des Eckenberges. Hier fanden sich etwas oberhalb St.Anton , am Wege zur Esteralpe:
Ziemlich zahlreiche Reste von Gasteropöden. „Sie sind zwar nicht mit Sicher-heit zu bestimmen, doch dürften sie nicht verschieden sein von Formen, diehäufig in den Dachsteinkalken Vorkommen.“
Modiola. „Neue Species, übereinstimmend mit einer Art aus den Kössenerschichten.“Nucula com plana ta Phill.
Eine interessante Localität in diesem breiten Zuge der unteren Lias-Gesteinebildet noch der Katzenstein, südlich von Garmisch . In dem hellgrauen thonigenKalksteine an den Abhängen 400 bis 800' über dem Thale wurden hier beobachtet:„Ein Bruchstück einer. Terebratula, welches zu Terebratula trigonellaSciilth. gehören könnte, und
Crinoidenstielglieder, ähnlich denen des Dadocrinus gracilis II. von Meyer.“Diese beiden Arten könnten auf Trias deuten, mit ihnen zusammen kömmtnoch ein anderes Petrefäkt vor, welches vielleicht Natica alpina Mer. (EscheiiT. V, F. 54—57) ist und den Kössenerschichten angehört. Die Lagerungsverhält-nisse an dieser Localität bieten ebenfalls keinen speciellen Grund, die Schichten,