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Geröllmasseu, welche die bayerische Hochebene in so grosser Ausdehnung bedecken.Diese Geröllablagerungen sind offenbar Bildungen mächtiger Strömungen 1 .
Die bedeutende Höhe, bis zu welcher die erratischen Geschiebe in einzelnenThälern und an den Abhängen der Berge hinaufreichen, ebenso wie ihre Verbrei-tung aus den centralen Theilen Tyrols nach Norden über hohe Pässe und Kämmehinweg, kann wohl am besten durch die Annahme erklärt werden, dass erst nachder Ablagerung des erratischen Diluviums noch bedeutende Veränderungen in derConfiguration der Gebirgsoberfläche vor sich gingen, und dass in einzelnen Theilenzusammenhängende Massen-Erhebungen oder Senkungen stattfanden, wodurch diefrüheren 2 Niveanverhältnisse der Diluvialablagerungen bedeutend gestört wurden 3 .Die ausgedehnten und tiefen Vervverfungsspalten (fault der englischen Geologen),welche die Alpen in allen Richtungen durchziehen und, wie ich glaube, vorzugs-weise die Thalbildung bedingt haben, mussten ähnliche Hebungen oder Senkungenverschiedener Theile des Gebirges wesentlich erleichtern.
Die Unterlage der Diluvialgerölle auf der bayerischen Hochebene bildet, wieschon oben erwähnt wurde, der (tertiäre) Tegel .
Als die oberste Decke des Diluviums treten mit wechselnder Dicke ausge-dehnte Lehmlager auf. Die Mächtigkeit und die Verbreitung derselben wurde durchdie Erosionen und den wechselnden früheren Lauf 4 kleinerer Bäche und Flüsse viel-fach verändert.
Hebun ff s Verhältnisse.
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Das auf der Karte angegebene Fallen und Streichen der Schichten bezieht sichnicht auf den magnetischen, sondern auf den wahren Meridian. Die Abweichungder Magnetnadel wurde nach den gleichzeitigen Beobachtungen auf der KöniglichenSternwarte zu München , in runder Zahl, zu 15)-° nach Westen angenommen.
1) lieber das Vorkommen grosser, mehr oder minder scharfkantiger Blöcke in vielen Thälern derAlpen, in den Ebenen der Schweiz nnd am Jura, und über die Beziehungen der Gletscher zu diesenPhänomenen vergl. die kurzen Bemerkungen S. 123—12ö und die Beobachtungen über die schalige Ab-sonderung des Granites in Cap. IV, S. 1G7—174.
2) Verschiedene Ungleichheiten in dem Niveau der Diluvialablagerungen konnten auch schon bei derursprünglichen Bildung derselben unter dem Einflüsse verschiedener Strömungen herorgebracht werden.
3) Vergl. die interessanten Mittheilungen über das alpine Diluvium von Sir Ron. Mubchison. Quart.Journ. Geolog. Soc. VI. 1850. S. G5.
4) Viele interessante Beobachtungen über den früheren Lauf der Flüsse auf der bayerischen Hoch-ebene, und über die Zusammensetzung der Geröllmassen enthält die sorgfältige Arbeit von Weiss : Siid-baverns Oberfläche nach ihrer äusseren Gestalt. München 1820.