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Die Beobachtungen über das Fallen der Schichten wurden gewöhnlich an meh-reren nahe gelegenen Stellen wiederholt, um mich von der Uebereinstimnmng des-selben zu überzeugen, und um kleinere nur locale Unregelmässigkeiten in einem all-gemeinen Mittel zu eliminiren.
Ausser der regelmässigen Stratilieation trifft man in diesem Gebiete auch häufigeine ausgedehnte und weit verbreitete Zerklüftung des Gesteines, welche von derSchichtung unabhängig ist; sie kann mit jenen von MurCIIISON, Sei>GWICK, Siiarpe,de LA BeCIIE 1 und Anderen sorgfältig untersuchten Erscheinungen der transver-salen Zerklüftung 2 (joints) verglichen werden. Man muss natürlich die blosauf die oberen Felslagen beschränkte, ganz unregelmässige Zerspaltung durch dieVerwitterung, welche besonders an isolirten Kämmen in sehr auffallender Weiseeintritt, von den langen, regelmässig streichenden Klüften unterscheiden, welcheuns hier beschäftigen.
Es lässt sich dabei ganz deutlich erkennen, dass diese Klüfte oder Blät-ter, wie sie ganz passend von den Bergleuten im Höllenthale genannt werden, oftauf einem ziemlich nrossen Areale eine bestimmte mittlere Itichtune:beibehalten, und ferner, dass verschiedene sich durchschneidende Klüf-tungssysteme zugleich in demselben Gebiete Vorkommen. Diese Klüftetreten besonders schön in dem oberen Alpenkalk auf; man findet sie jedoch auchin dem Dolomit ebenso wie in den Kalkmergeln.
Ich werde einige specielle Beispiele aus dem Höllenthale und seinen Um-gebungen zur Erläuterung anführen, da ich hier, begünstigt durch einen längerenAufenthalt und die Aufschlüsse, welche mir die interessanten Bergbauarbeiten ge-währten, diese Erscheinungen am besten verfolgen konnte.
Die mittlere Richtung des einen, vorherrschenden Systemes von Klüften gehthier von N.O. nach S.W. (N. 25—50 O. nach S. 25 — 50 W.). Man kann die ziem-lich steil, zuweilen fast vertical stehenden, gewöhnlich geglätteten und abgeriebenenFlächen der Klüfte oft weithin an den Wänden oder an den kleinen Bächen verfol-gen, welche sich überhaupt da, wo sie längs der verschiedenen Klüfte laufen, vor-zugsweise tiefe Rinnsale gegraben haben. Die steile Stellung der Klüfte begün-stigt dabei sehr wesentlich die Tiefe der Erosion. Man trifft die langen Klüfte mit
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der oben angeführten mittleren Streichungslinie zum Beispiel in den Stollen desBergwerkes, am Wege zur Ilupfleite, im Mathiaskahr und im Mitterkahr weiterrückwärts im Thale , sw 4er steilen Senkung am Noidiande des Höllenthalkahres,in dem letzteren selbst, am Fusse des Bergli; ferner sind sie sehr schön entblösst
1) De la Beciie (the geological observer. 1851, S. 706 726) hat eine sehr lehrreiche Uebersicht
der wichtigsten Facta gegeben.
2) Die transversale Schieferung (cleavage, , welche hauptsächlich in den paläozoischen SchiefernYorkönnnt, ist eine von diesen Klüften (joints) verschiedene Erscheinung.
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