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Sandsteine; sie sind sehr feinkörnig, reich an Glimmer und brausen nicht mitSäuren; zuweilen schliessen sie kleine Lagen einer rothen sehr thonigen Gestein-masse ein.
Diese in den östlichen Alpen weit verbreiteten Sandsteine werden jetzt nachihren Lagerungsverhältnissen und nach den Versteinerungen, welche sie an einigenPunkten enthalten, wohl am passendsten als die untere Abtheilung der Triasforma-tion, nämlich als bunter Sandstein betrachtet. Die rothen Sandsteine umziehen denganzen südlichen Fuss des Kaisergebirges und bilden mit nördlichem Einfallen dieUnterlage desselben.
3. Unterer Alpenkalk, Muschelkalk. Es sind dieses compacte, grossentheilsdolomitische Kalksteine von grauer Färbung, in mächtige Bänke abgesondert, nichtselten mit undeutlicher Schichtung; aus ihnen besteht der grösste Theil des Kaiser-gebirges. Obwohl die weitverbreiteten Massen des dolomitischen Alpenkalkes inden Alpen von Tirol und Bayern bis jetzt immer leer an Petrefacten waren, so lässtsich doch aus den Lagerungsverhältnissen an verschiedenen Punkten erkennen, dassihre Bildungszeit wohl der Periode des Muschelkalkes angehören dürfte. Geradeam Kaisergebirge sieht man sehr schön, dass der Untere Alpenkalk unmittelbarüber den Schichten des rothen Sandsteins liegt, während er weiter nach aufwärtsvon den mergeligen, petrefactenreichen Kalksteinen der folgenden Formation be-deckt wird.
Der hohe südliche Kamm des Gebirges am Scheffauerkaiser, an der Achsel u. s. w.wird in seiner ganzen Ausdehnung von dem Unteren Alpenkalke gebildet, ebensodie nördliche Kette am Hinterkaiser, so dass man leicht zu der Ansicht geführtwürde, das ganze Kaisergebirge und die dazwischen liegende Mulde beständen nuraus dieser Formation; auch ist in der That auf der schönen und lehrreichen geomio-stischen Karte Tirols, welche man den erfolgreichen Bemühungen des geognostisch-montauistischen Vereins verdankt, dieser ganze Theil des Gebirges als UntererAlpenkalk colorirt. Es gelang mir jedoch bei weiterer Untersuchung im Innerendes Kaisergebirges noch einen zusammenhängenden Zug pretrefactenreicher Mergelaufzufinden, welche deutlich der folgenden Unteren Liasformation angehören.
4. Unterer Lias. Es sind dieses auch in petrographischer Beziehung ganzdieselben Schichten, welche ich früher in Begleitung meines Bruders in dem oberenLoisachthale kennen gelernt hatte. Sie bestehen theils aus dunklen schiefrigen Mer-geln , theils aus etwas helleren thonigen Kalksteinen 1 . Diese Formation ist hier sehrschön aufgeschlossen zu beiden Seiten des Gaisbaches, ungefähr £ bis f Stundenoberhalb Neuberg, südöstlich von Kufstein . Sie lässt sich von hier nn allgemeinen
1) Bei der Bezeichnung dieser Schichten als Untere Liasfounation bin ich der ClassificationB. von Haüer’s gefolgt; andere Geologen z. B. Muri an, Bsciier n. s. \v. haben dieselben noch dentriassischen Cassianerbildungen angereiht.