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GEOLOGISCHE VERHÄLTNISSE.

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in östlicher Richtung am nördlichen Abhange des Moosberges und des Schcffaucr-kaisers u. s. w. über die Steinbergeralpe und die Puiten hinweg verfolgen. Mandnrchschneidet sie, wenn man von der Steinbergeralpe zur Scharte oder von derBrentenjochalpe zur Walleralpe geht.

Unter den Versteinerungen, welche ich in diesen Schichten auffand, Hessen sichfolgende Arten unterscheiden:

Terebratula subrimosa Schaehäütl; Terebratula gregaria Suess; Pholadomyalagenalis Schaeiiäutl; Gervillia inflata Sciiafhäutl , in einigen kleinen,schlecht entwickelten Exemplaren; Ammonites, sehr ähnlich A. radians Rein.,mit anderen nicht näher bestimmbaren Ammoniten-Fragmenten. An einigenStellen kamen zahlreiche Bruchstücke von Pecten, Avicula und Nucula vor;sie Hessen zwar eine genauere Untersuchung nicht zu, stimmen jedoch ganzmit ähnlichen Formen überein, welche in anderen Localitäten z. B. im oberenLoisachgebiete die Schichten dieser Formation begleiten.

Jüngere Glieder der Jura- und der Kreideformation kann man in demKaisergebirge und seinen nächsten Umgebungen nirgends beobachten. Die Tertiär-formation jedoch mit den bekannten petrefactenreichen Braunkohlenflötzen vonHäring findet sich am westlichen und am nördlichen Fusse des Gebirges in grosserEntwickelung.

Die Diluvialbildungen endlich treten in der Form mächtiger Geröllmassenmit erratischen Geschieben vermischt in dem weiten Innthale, ferner in den Umge-bungen des Walchsee’s im Norden und in dem Thale von Söll und Elmau im Sü-den des Kaisergebirges sehr ausgedehnt auf.

Für eine nähere Betrachtung der Schichtenstellung und der Hebungs-verhältnisse ist besonders hervorzuheben, dass auf dem ganzen südlichen Kaminedes Kaisergebirges, sowohl in dem rothen Sandsteine, als in dem darüber HegendenDolomite des Unteren Alpenkalks, im allgemeinen ziemlich steiles Nordfallenherrscht, mit Abweichungen, welche bald gegen N.N.W., bald gegen N.N.O. ge-richtet zu sein scheinen. Ueber dem Unteren Alpenkalk folgen sodann mit glei-cher nördlicher Fallrichtung die dunkeln mergeligen Schichten des Unteren Lias.Ich beobachtete z. B. in den verschiedenen Theilen des Gaisbaches eine Neigungvon 45° bis 55° nach N.N.W. und N.

Verfolgt man von hier die Profillinie weiter in nördlicher Richtung, so trifftman im Kaiserthal und auf der Hinterkaiserkette abermals den Unteren Alpenkalk.Obgleich die Stratification häufig sehr undeutlich ist, so lässt sich doch erkennen,dass im allgemeinen die Schichten nach Süden fallen, nämlich entgegengesetztjenen am Treffauerkaiser. Es zeigt sich daher im Grossen betrachtet eine mulden-förmige Anordnung der Schichtenstellung übereinstimmend mit der schon frühererwähnten allgemeinen orographischen Gestaltung dieser Gebirgsgruppe.

Das Fehlen der Glieder der Juraformation oberhalb des Unteren Lias und der