606 ERLÄUTERUNGEN' Z. VERGLEICH. DARSTELLUNG DER PIIYSICAL. VERHÄLTNISSE DER ALPEN.
valen Region (7000 — 8500') hat jedenfalls Hypudaeus nivalis seinen beständigenAufenthalt; er wurde an mehreren Punkten über 8000' hoch wohnend getroffen;JIugi bemerkte diese Mausart selbst noch am Finsteraarhorn bei 12000'. — Auchbei der mittleren Barraque im Lysthale, 9075', fanden wir mehrere Mäuse.
Der Steinadler und der Lämmergeier halten sich sehr oft in der Schnee-region auf und erheben sich bisweilen bis zu sehr bedeutenden Höhen. Sie wurdenmehrmals schon bei 14000 — 15000’ gesehen.
Unter den kleineren, für die Schneeregion charakteristischen Vögeln erwäh-nen wir das Schneehuhn, den Schneefinken oder Schneevogel (Fringilla nivalis), wel-chen wir zusammen mit Accentor alpinus öfter auf den Firnmeeren des Pasterzen-gletschers bei 10000—11000' bemerkten; das Blaukehlchen (Sylvia cyanecula), wel-ches wir bei 11000' an der Wildspitze sahen; die Steinkrähen (Corvus graculus)und besonders die Schneekrähen oder Bergdohlen (Corvus pyrrhocorax), welchenoch bei 9000—10000' brüten, kommen auch bei 11000' ziemlich häufig vor, z. B.sehr häufig in den zerklüfteten Felsenmassen des Stollenberges, Taf. IX; sie wur-den auch bei 13000 und 14000' gesehen. Wir bemerkten zwei dieser Vögel beiunserer Besteigung 'd es Monte-Rosa , in geringer Entfernung vorüberfliegend, ineiner Höhe von 14000'. Auch Ulrich und Stüder haben dieselben vom Sattelam Fusse der höchsten Spitze des Monte-Rosa bei 14000' gesehen.
Der Alpenfrosch (Rana alpina ) reicht bis 6600 — 7000'; die gemeine Krötebis 6200'.
Die schwarzen Salamander, welche in der Bergregion sehr zahlreich sind,trifft man ebenso wie den Wurfbeinischen Molch (Triton Wurfbeinii) noch bis andie obere Grenze der alpinen Region, bis 7000'.
Einige Eidechsen arten (die rothbauchige Eidechse, Zootoca pyrrhogastra,die Bergeidechse, Z. montana) finden sich bei 7000 — 8000', während die gemeineEidechse mit dem Ilolzwuchse verschwindet; die erstere wurde im Maximum selbstbei 9134' am Umbrail gefunden.
Kleine Schnecken (Helix arbustorum alpicola, Hel. sylvatica alpicola, Buli-mus montanus, Vitrina diaphana var. glacialis etc.) findet man nicht selten in deralpinen und auch noch in der subnivalen Region. Man kann als ihre obere Grenzeim Mittel 7000 — 7500' annehmen, während wir sie im Maximum, sehr verein-zelt, bei einer Höhe von 9075 und 9734' sahen, nämlich bei der mittleren Baraqueund auf der Vincenthütte am Südabfalle des Monte-Rosa .
Vorüberfliegende Schmetterlinge, welche jedoch in diesen Höben nichtihren bleibenden Aufenthalt haben, wurden mehrere Male bei der Besteigung desMont-Blanc, des Monte-Rosa und der Gipfel der Berner Alpen in Höhen von13000 und 14000' beobachtet.
Die Käfer, mehrere Arten von Spinnen und Podurellen sind jene Thiere,welche in den Alpen vorzugsweise noch an den höchsten Standpunkten während