Band 
Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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6 Spharische Astronomische

hören zu den Vorkenntniffen worauf diese sich gründet. Der große Umfang dieserWissenschaft macht es inoes nothwendig, jede besonders abzuhandeln; und so entstehaGeschichte der Astronomie, praktische (*) und rheorerifehe Astronomie. Leztre,der eigentliche Gegenstand dieses Werks, lehrt die Resultate, die die ersten beyden fürdie Bestimmung der Bewegung der Himmels-Körper geben, und bringt ihre Entdeckun-gen in ein zusammenhangendes System; es mus also auch hievon so viel mitgenommenwerden, als nöthig ist zu zeige», worauf sich die Entdeckungen besonders der langsame-ren Bewegungen, und die genauen Bestimmungen der Perioden gründen; und von derpraktischen Astronomie so viel, als crfodert wird um einzusehn, wie man die Größen,womit sich die Sternkunde beschäftigt, mit solcher Genauigkeit messen konnte.

Da aber die Bewegungen der Sterne selbst verschiedncr Art sind, oder viel-mehr auf vcrschiedne Art betrachtet werden können, so entsteh» hieraus wider mehrereAbtheilungen der theoretischen Astronomie. Die erste Bemühung des Astronomen ist,die scheinbaren Ocrtcr der Weltkörper, oder ihre Projektionen an der Himmelskugel, un-eibl.issia <>>- siin-n volist^ntiaen Vegris von ihren verschiedenen schein-

baren Bewegungen und Perioden hat, und dadurch in Stand gesezt ist, ihren Ort ander Gpcme, wie er auf der Erde erscheint, für jede Zeit vorher zu bestimmen. Hie-zu wird crsodcrt, die Oertcr der Sterne an der Sphäre auf die einfachste Art, die zu-gleich, den wenigsten Vcrandruugcn unterworfen ist, anzugeben. Es müssen also amHimmel Ebnen und Kreise von solcher Beschaffenheit aufgesucht werden, daß die Lageder Gestirne gegen sie, an jedem Orte der Erde leicht zu beobachten ist; und andre,die wegen ihrer unveränderlichen Lage, bey allen Beobachtungen auf der ganzen Erde,zum Grunde gelegt werden können. Es mus gezeigt werden, wie vermittelst der sphä-rishen Trigonometrie, die Lage der Sterne geaen eine Ebne, aus ihrer Lage gsaen eineandre Ebne gefunden wird. Da endlich die Beebachtunaen an verschiednen Orten gerM'.cbt werden, folglich, um ein Ganzes auszumachen, verglichen und rcduzirt werden müs-sen ; so mus hier auch aelehrt werden, wie aus der an irgend einem Orte der Erdebeobachteten Laue eines Sterns, der Punkt der Sphäre gefunden wird, wo der Sternin demselben Augenblick aus dem Mittelpunkt oder jedem andern Punkt der Erde er-scheinen würde. Dieser Theil, der sich mit den scheinbaren Bewegungen beschäftigt,heist die sphärishe Astronomie; sie begreift alles, was aus unmittelbaren Beobach-tungen, ohne irgend eine Hypothese, hergeleitet werden kann. Ihr leztes Problem, ausden an verschiedenen Orten zugleich beobachteten Lagen eines Sterns, seine wahre Ent-fernung von der Erbe zu finden, macht zugleich den Uebcrgang zum folgenden Theil.

Aus dem scheinbaren Ort und der wahren Entfernung, last sich der wahreOrt des Sterns finden; und eine Reihe solcher Beobachtungen führt zur Kenntnis derwahren Bahn. Da diese Bahnen krumme Linien sind, so hat man von ihnen nuralödcun einen vollständige,, Begrif, wenn man ausser der Natur dieser krummen Linie,

den

(*) ?!strognosie, oder blos historische Kenntnis von den Sternen, ibrer Eintbeilung in Ge-hirne, ihren Namen und L.^kmalcn, ist ein nothwendiger ?hcil der praktischen Slsiro-