Band 
Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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i. A. z. C.

Horizont liegt, der Tagbsgen jedes Sterns wird vom Meridian in zwey gleiche Hälf-ten gcthc-lt, welches also auch von dem Theile, der unterm Horizont liegt, oder demrTlachebogen gilt, weil der Meridian alle Parallele senkrecht halbirt. Dies giebt zugleichein leichtes Mittel an die Hand, zu untersuchen, ob die Geschwindigkeit der Sterneauf der westlichen Seite des Meridians der auf der östlichen gleich, also die täglicheBewegung gleichförmig sey. Da der Stern zweymal dieselbe Höhe erreicht, so nehmeman aus b-'yden Seiten des Meridians verschiedne Paare gleicher Höhen, und bemerkegenau die Zeiten auf einer Uhr. Sind nun beständig die Zeilen zwischen jeden zweyHöhen auf der östlichen, und den zwey korrespendireiiden Höhen auf der westlichenSeite gleich, so hat der Stern immer gleiche Stunden - Winkel in gleichen Zeitendurchlaufen, oder die Bewegung um den Pol ist gleichförmig: denn da die Stun-denwiukel-bey gleichen Höhen gleich sind , so müsse» auch ihre unterschiede gleich seyn.Wenn man diese Beobachtungen in hinlänglicher Menge anstellt, und mit mehrerenSternen in werschieduen Gegenden des Himmels widerholt, so kann mau sich auf sol-che Art von der Gleichförmigkeit der täglichen Bewegung um den Weltpol, die schon-der erste Anblick und die parallatische Maschine lehrt ,§. i8-), vollkommen überzeugen.

Z7-. Wenn Polhöhe nnd Abweichung des Sterns bekannt sind, so lastsich diese Gleichförmigkeit, die für die Sternkunde von der äußersten Wichtigkeit ist,auch aus III. i. beweisen. Man findet dort aus jeder beobachteten Höhe den Stun-den - Winkel 7. Hat man nun zweymal dieselbe Höhe eines Sterns in 8 an dersel-ben Seite des Meridians, nebst der Zwischenzeit beobachtet, so kennt man die Zeiteines ganzen Umlaufs 1 , die ungefähr 24 Stunden beträgt. Man beobachte aufeben die Art verschiedne andre Höhen mit ihren Zwischenzeiten, und es seim y, > 5 , y",die beobachteten Höhen, 7, 7', 7", die daraus berechneten Stunden-Winkel, und -r-,die gezählten Zeiten zwischen den Höben y, q', und q, so ist die Bewegunggleichförmig, wenn V -- 7:7"— 7: z6o° in : 1 ist. Die seit so langer Zeit ge-machten unzähligen täglichen Beobachtungen der Astronomen beruhen, wie man in derFolge sehn wird, auf der Richtigkeit dieses Verhältnisses, und beweisen also aufs voll-kommenste die Gleichförmigkeit der täglichen Bewegung.

§. z8- Diese Methode wird am zuverlässigsten, wenn man die zu beobach-tenden Höhen so auswählt, daß aus einem in Beobachtung der Höhe begangenen Feh-ler, nur ein unmerklicher Irrthum in dem daraus berechneten Stunden - Winkel ent-steh» kann, folglich der Werth von ^ so groß als möglich werde. Wenn man zudem Ende die Gleichung I. r- differentiirt, so erhalt man

9 >1 ec>5 m — 9 7 km 7 eok -3 cokF.

Sezt man hier aus IV. 1. 5m ^ statt so wird ^ — co5-lkm^, welches

also den arösten Werth erhält, wenn 5 m 1 oder sonst am grösten wird. ManLifferentiire also die Gleichung III. so hat man

9 §5m ^cokcl - s 1^..

E

folglich