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^ Sphar. Astron.
§. izr. E Um die Rechnung zu erleichtern, Hut man in den astronomischen Ta-feln, die Epoche für den Anfang jedes Jahrs berechnet, und zwar, da die Astronomenden Tag vom Mittage anfangen, für den Mittag jedes ersten Tags im Jahr, nach demMeridian, für den die Tafeln berechnet sind. Hiebe» ist aber zu bemerken, daß dieEpoche jedes Jahrs für den Mittag des Dezembers des vorigen Jahrs gilt, wennes ein gemeines Jahr ist, und für den Mittag des i Januars, wenn es ein Schaltjahrist. Hatte man sie beydemal für den r Januar berechnet, so würden die Tage zwarbis zum Ende des Februars übcrein kommen, wahrend der folgenden w Monate aberwürde im Schaltjahr immer ein Unterschied von einem Tage seyn. Bey der getroffenenEinrichtung aber ist man im gemeinen Jahr, nur wahrend der 2 ersten Monate, umdie Bewegung eines Tages voraus; mit dem Anfange des Marßes aber hat das Schalt-jahr die Tage des gemeinen Jahrs eingeholt, und die Tage beyder Jahre fallen zusam-men. In den Berliner Taftln zeigt die erste Tafel (I. Band, S. 226.) die mittlereBewegung der Sonne, das Vorrücken der Nachtglcichen, und die Abnahme derSchiefe der Ekliptik, für die Jnlianschen Jahre. Die folgende Tafel enthalt dieEpochen für die Jnlianschen Sekular-Jahre, und die dritte Tafel nach GregvrianscherZeitrechnung von Jahr zu Jahr, vom l?ten Jahrhundert bis zum Jahr i8s4- In dervierten Tafel findet man endlich die mittlere Beweanng der Sonne für jeden Tag desJahrs, und in der fünften für jede Stunde, Minute und Sekunde. Diese Tafelnsind nun völlig hinreichend, die mittlere Lange der Sonne für jede Zeit des BerlinerMeridians, und jedes andern Orts, dessen geographische Lange man kennt, durch bloßeAddition zu finden. Die kleinen Unterschiede dieser Tafeln von den hier gebrauchtenZahlen (§. izc>.) und von andern Tafeln, rühren daher, daß die Berliner, oder dieMaverschen Tafeln, sowol in der Lange des tropischen Jahrs, als in Bestimmungder Epochen, von den hier gebrauchten de la Land eschen Taftln abweichen.
Neuntes Capitel-Mahre Lange der Sonne.
H. IZZ. Die Bestimmung der mittlern Lange beruht auf der Voraussetzung,daß die Sonne sich wahrend ihres ganzen Laufs mit gleichförmiger Geschwindigkeitbewege. Ob diese Voraussetzung richtig sey, können nur Beobachtungen entscheiden;nützlich aber ist sie immer, weil sie das einzige Mittel ist, Unregelmäßigkeiten im Laufder Sonne zu entdecken. Es ist sehr möglich — und man wird bald sehn, daß eswirklich der Fall ist — daß die Sonne ihre Bahn mit veränderlicher Geschwindigkeitdurchlaufe, die also bald größer bald geringer als die mittlere seyn mus: daß folglichder für eine gewisse Zeit berechnete mittlere Ort der Sonne von demjenigen verschiedenist, den die Sonne zu eben der Zeit am Himmel wirklich einnimt, oder von ihrerwakren Lange. Um sich von diesem Unterschiede der mittlern und wahren Lange zuunterrichten, müste man von Zeit zu Zeit, oder, da die Sonnen-Beobachtungen gewöhn«
lich