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2 . A. IO. C.
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die Erde nicht im Mittelpunkt der Sonnenbahn, oder daß die Sonnenbahn kein Kreisist; daß die Sonne im Anfange des Winters uns am nächsten, im Anfange des Sommersam weitsten von uns, und um die Nachtgleichen in ihrer mittlern Entfernung ist. Dader gröste Unterschied ihrer scheinbaren Größe im ganzen Jahr nur 6 s" betragt, soändert sie sich so langsam, daß man freylich nicht im Stande ist, aus der scheinbarenGröße selbst die Zeit der grösten, kleinsten, und mittlern Entfernung genau zu finden; mankaun hier aber eben so verfahren, wie bey der Geschwindigkeit der Sonne und
aus zwey Zeiten, da der Durchmesser der Sonne von gleicher Größe war, die Zeit desgrösten und kleinsten Durchmessers schliesseu. Da man nun auf solche Art fand, daßder gröste, kleinste, und mittlere Durchmesser, in die Zeiten der grösten, k einsten undmittlern Geschwindigkeit fallt, die Svlstitial-und Aeguinoktial-Punkte aber 8 Tage davonentfernt sind (§. iz?.): so war der Schlus natürlich, daß die vcrschiedne'Geschwindigkeitder Sonne von ihrer scheinbaren Größe, d. i von ihrer Entfernung von der Erde ab-hängt. Wenigstens hat man nun einen Gesichtspunkt, aus dem man die Sache genaueruntersuchen kann. So weit unsre genauesten Beobachtungen reichen, fallt der gröste,kleinste und mittlere Werth der Geschwindigkeit und der scheinbaren Größe der Sonne,beständig genau zusammen. Wenn also auch diese nicht die wahre Ursache von jenerwäre, so erfolgen die Erscheinungen doch eben so, als wenn sie es wäre: daher man inder spharischen Astronomie, die Geschwindigkeit der Sonne, oder ihre wahre iLänge, alseine Funktion ausehn kann, die von der Entfernung der Erde von der Sonne abhängt.Dieser Zusammenhang wird desto wahrscheinlicher, wenn man bedenkt, daß die wahr-Geschwindigkeit der Sonne, selbst dann, wenn sie sich gleichförmig im Kreise bewegte,der Erde, die sich nicht im Mittelpunkt des Kreises befindet, desto größer scheinen mus,je näher ihr die Sonne ist
§. 141. Wenn eine Größe y von einer andern x abhängt, oder eine Fun-ktion von x ist, so daß man für jeden Werth von x den zugehörigen Werth von / findenkann, so nennt man in der Astronomie x das Argument von /. Die Punkte derSonnen- oder Erd-Bahn, wo die Entfernungen beyder Weltkörper von einander amgrösten oder kleinsten sind, heissen die Sonnenferne oder Erdferneund Sonnennähe oder Erdnähe ^ Sie sind die Haupt-
Punkte in Absicht auf die wahre Bewegung der Sonne oder der Erde, und besondersist die Sonnenferne der Punkt, den die Astronomen zum Grunde dieser ganzen Rech-nung legen. Wenn die Erde in der Sonnenferne ist, so bewegtste sich am langsamsten.Je weiter sie sich vom Aphelium entfernt, je näher sie der Sonne kömmt, desto geschwinderwird ihre Bewegung. Die Entfernung der Erde von der Sonnenferne ist daher dasArgument der wahren Bewegung der Sonne, mithin des Unterschieds dsr wahren undmittlern Länge, und der wahren Länge selbst. Man nennt deshalb die Entfernung derErde von der Sonnenferne, oder der Sonne von der Erdferne, von der diese Anomaliender Sonnenbahn abhängen, die Anomalie der Sonne-
§. 142. Diese Hypothese breitet ein sehr großes Licht über die Theorie derSonne aus, und man hat ihr die ganze theorische Astronomie zu verdanken: hier istdaher der eigentliche Uebergang von der spharischen zur theorischen Astronomie. Nach
dieser