Band 
Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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Sphar. Astr^n.

dieser Hypothese hat die Sonno in gleichen Entfernungen von der Erdferne und Erdnahe,gleiche Geschwindigkeit. Hat man also zweymal im Jahre die tägliche Bewegung derSonne von gleicher Größe gefunden, sso liegt sowol die Sonnenferne als Sonnennähe,in der Mitte zwischen beyden Ocrtern der Sonne, an entgegengesehen Seiten: unddie Messung des scheinbaren Durchmessers der Sonne bestätigt dis vollkommen. DieSonnenferne und Sonnennähe liegen also i8o° von einander, oder uu't der Erde oderSonne in einer geraden Linie, welche die Apsiden-Linie helft. Eben die Beobachtungenzweyer täglicher Bewegungen von gleicher Größe dienen nun auch, die Lage der Apsidcn-Llnie immer genauer zu bestimmen, und alsdenn das Gesetz ausfündig zu machen, nachden» die Bewegung der Sonne von ihrer Anomalie abhängt. Stimmen dann dieRechnungen immer mit den Beobachtungen übereln, so ist die Wahrheit der Hypothesebewiese»». Alte diese Untersuchungen werden in der chemischen Astronomie ausführlicherklärt werden. Hier ist es hinlänglich, überhaupt gezeigt zu haben, wie man die Lageder Apsidenlinie, und wie man, ohne das eigentliche Gesetz der Bewegung zu kennen, austäglichen Beobachtungen die Geschwindigkeit der Sonne, mitbin den Unterschied dermittlern und wahren Lange, der zu jeder Anomalie gehört, finden könne. Man »reisnun, »vorauf man die genaueren Beobachtungen richten, und »reiche Einrichtung manden Tafeln geben mus, die man nun nach jenen Beobachtungen berechnen kann, so daßsie für jede Anomalie den Unterschied der mittlern und wahren Länge, folglich die wahreLänge selbst enthalten.

§. »4;. Sobald die Lage der Apsidenlinie, oder der Ort der Sonncnfernebekannt ist, so wird der Ort der Sonne durch ihre Entfernung von jenem Punkt oderihre Anomalie, eben so vollkommen bestimmt, als durch ihre Entfernung vorn Früh-lingspunkt oder ihre Länge: man mus daher auch hier die mittlere und wahre Ano-malie unterscheiden Erstre ist die mittlere, lcztre die wahre Länge der Sonne, wenigerden Ort der Sonnenferne. Da man nun vermittelst der Anomalie erst die wahreLänge suclst, so müssen die Tafeln so eingerichtet werden, daß die mittlere Anomalieihr Argument ist, wobey man sich der oben (§ gemachten Bemerkungen erinnernmus. Für das Argument der mittlern Anomalie enthalten die Tafeln dasjenige, wasman zur mittlern Länge addiren oder davon subtrahireu »uns, um die wahre Lange zuhaben, d. i. die Gleichung des NArrelpunkrs: denn so wird der Unterschied der mittlernund wahren Länge genannt, insofern er blos von der Natur der Erdbahn selbst, undnicht von der Wirkung fremder Körper oder von arider» Umständen abhängt. Sie istin den Ber lin. Taf. die VI. Sonnen - Tafel. Ein Blick auf diese Tafel zeigt, daßdie Gleichung des Mittelpunkts versch'.viudet, wenn die Anomalie o' oder »8o" ist,d. i. in der Erdferne und Erdnähe; weil man eben bey der Apsidenlinie die Rechnunganfängt, folglich daselbst die mittlere und wahre Länge übereinstimmend angenommenwerden. Eine in den Apsiden beobachtete Länge ist also zugleich eine mittlere Länge,und kann zur Epoche dienen. Eben diese Tafel zeigt, daß die gröste Gleichung desMittelpunkts von 6 der mittlern Anomalie von 90° und 269° gehört. Der

Grund hievvn läst sich erst unten zeigen.

Dritter

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