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Sphar. Astrots.
mit den anderwärts gemachten nicht vergleichen können, folglich nichts dadurch zur Er-weisung der Astronomie beytragen. Die meisten Methoden zur Erfindung der Langesind von der Art, daß sie sich nur erst, in der Helge vollständig vortragen lassen: indessenmus hier das allgemeine derselben erklärt'werden, woraus sich nachher die genauerenUntersuchungen gründen.
§. 18 O, Da es hier blos darauf ankömmt, den Stundenwinkel zweyer Me-^ridiane zu bestimmen, so erhellt, daß das ganze Problem aufgelöst ist, sobald man denUnterschied der an beyden Oertern gezählten Zeiten kennt, und daß es gleichgültig ist,was für Zeit man hiezu gebraucht, Eternit, mittlere, oder wa- re Sonnenzelt. Mankann sich immer ausser den Meridianen beyder Oerter, /c, 8 , noch einen dritten L den-ken, ,'n dem sich zu einer gewissen Zeit ein Stern, oder die mittlere oder wahre Sonnebefindet. Aus der Zeit, wie sie an jedem Orte gezahlt wird, findet man die Stundcn-winkel zwischen den Meridianen und 8 , L, folglich auch beyder Unterschied, oder
den Stundenwinkel der Meridiane ^, 8 , d. i. den Unterschied der geographischen Lan-gen. Gewöhnlich bedienen sich die Astronomen hiezu der wahren Sonnenzelt. Menünun die Sonne im Meridian eines Orts ist, w zahlt man daselbst o Ubr wahrerZeit, und wenn sie in einem Meridian E ist, der von um x Grade, von 6 um / Grade
westlich entfernt ist, so zahlt man in r_^-, und in 8,7-— O. Stunden. Kenntman also die Zeiten t, 7 -, die Herde Oerter in demselben Augenblick zahlen, so findetman den Winkel x —/, um dcn 6 w stlieh von ^ liegt: es ist nämlich x — / ccriz (t— 7 -), da dann x — /Grade, Minuten oder Sekunden bedeutet, nachdem t und 7 -in Stunden, Minuten oder Sekunden ausgedrückt sind. Wenn />x ist, so liegtum den Winkel /—x westlich von 8 . Die ganze Sache kömmt also daumfan, durchirgend ein Mittel die wahre Zeit zu finden, die nach dem Meridian zweyer Oertcr indemselben Augenblick gezahlt wird. .
tz. i 8 >. Die wahre Zeit wird durch vcrschiedne Methoden gesunden, die imvorigen Kapitel ausführlich erklärt sind. Es ist also nur noch nöthig, entweder solcheErscheinungen am Himmel aufzusuchen, die an beyden Oertern in demselben Augenblickauf gleiche Art erfolgen, oder eine solche Beobachtung zu wählen, von der sich berechnenläst, wie sie zugleich an einem andern bekannten Orte erschienen seyn mns. Zu denerstem Erlcheinungen gehören alle diejenigen Beräudrnngen, die auf den Wcltkörpernselbst vorgehn, z. B- die Mondfinsternisse und die Finsternisse der Jupiters Trabanten.Hier kömmt es darauf an, an jedem Orte die wahre Zeit zu beobachten, da der Mondanfangt oder aufhört verfinstert zu werden, da einzelne Mondsflccken in dcn Schattenein oder wider austreten, da der Mond zuerst ganz verfinstert wird oder wider anfängtaus dem Schatten zu treten, da die Jupiters-Orabamen verschwinden und wider er-sehenen, rc. Diese Methoden sind die einfachsten und leichtsten, aber nicht die genauesten.Es ist äusserst schwer, die Gränzen des Schattens bey Mondfinsternissen genau zu be-stimmen, und mit einem guten Auge oder Fernrohr sieht man die'Trabanten noch, wennsie einem minder guten bereits verschwunden sind; selbst der vcrschiedne Zustand der Luftmacht hierin einen Unterschied. Die wcitre Ausführung hicvon, und die deshalb nöthigen
'Bor-