Band 
Dritter Theil. Physische Astronomie.
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Einleitung

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gen jener deutlichen Stellen, die gleichsam aus Newtons Ecke genommen zu seynscheinen: und kein Kenner wird glauben, daß Newtons Verdienste hiedurch verrin-gert werden. Allem Anscheine nach würde schon Kepler diese Folgerungen aus seineneianen Entdeckungen gezogen haben, wenn hiem nicht noch viele andre mathematischeEntdeckungen erfoderl waren, die zum Theil kurz vor Newton, vorzüglich aber vonibm selbst gemacht wurden. Bekannt mit allen astronomischen Beobachtungen und allenEntdeckungen der grösten Geometer seiner Zeit, von dem feurigsten Genie beseelt, durch ächtePhilosophie aufgeklart, und frey von aller Hypothesen - Sucht, bahnte er such selbst'dcu<Wea, auf dem er eine Reihe von Entdeckungen machte, deren jede seinen Namen un-sterblich gemacht haben würde. Die Newtonschc Theorie ward bald von den Astrono-men allgemein für Wahrheit anerkannt, und die wichtigsten astronomischen Unter-suchungen und Rechnungen seit Newtons Zeit bestehn bloß in einer Anwendung der-selben auf einzelne Falle. Die physische Astronomie ist daher gewissermaßen nichtsanders, als ein System der Newton scheu Entdeckungen. .

Die ersten Grund - Eigenschaften der Körper, und die allgemeinen Gesetze derbewegenden Kräfte, besonders der Central-Krafte, die den ganzen Grund der physischenAstronomie ausmachen, könnten freylich hier als bekannt vorausgesezt werden. Da-mit aber dieser Theil nicht ;n sehr das Ansehn eines abgerissenen Stücks erhielte, undfür sich als ein systematisches Ganzes bestehn könnte, war es nothwendig, die erstenGrundsätze sowol der progressiven als roracorischen Bewegung .vorauszuschicken(I. Abschnitt und IV. Abschn. I. Cap.). Vermittelst dieser Grundsätze schlos New-ton aus der Keplerschen Theorie von der Bewegung der Planeten, das Daseyn einernach der Sonne gerichteten Ccncralkraft, und daS Gesetz, wonach diese Kraft inverschleimen Entfernungen wirkt (ll. Abschn. I, Cap.). Sobald aber dieses Gesetz be-kannt war, so wurden die Bewegungen der Planeten nach den Ixcplerschcu Gesetzeneine nothwendige Folge davon, und die Kraft, die die Planeten ewig in ihren vorge-schriebnen Bahnen hakt, war entdeckt (II. A. II. C-). §S war natürlich, diese Schlüsseauch auf die Trabanten - Systeme, in denen die Keplerschen Gesetze ebenfalls befolgtwerden, und das Gesetz der Centralkrast auch aus andre Entfernungen auszudehnen.da man nicht wol begreift, warum sie nur in gewissen Entfernungen wirksam seyn sollte.Auf diesem Wege entdeckte Newton, daß Saturn, Jupiter und die Erde mit einerähnlichen Centralkrast wie die Sonne begabt sind; daß Liese Centralkrast der Erde,die den Mond in seinem Gleise halt, mit der Kraft einerley ist, die wir an der Erd-flache Schwere nennen: endlich daß diese Centralkrast oder Attraktion eine allge-meine Eigenschaft aller Materie, folglich der Materie proportional ist (III. A. I. 6?.Hiedurch leidet die Keplcrsche Theorie der elliptischen Beweauna der Planeten um die imBrennpunkt ruhende Sonne, einige Aendrung (III. A. II. III. C-). Das VerhälnusmerCentralkrast zur Masse gibt sehr wichtige Aufschlüsse über Leu innern Werth oder die Dich-tigkeit und Masse der Körper unsers Sonncir-Systems, im VerbastuiS geceueinander und gcgen-dieSonne (III. A. IV. C-l- Diese von Newton entdeckte ailacmcineAttraktion war nichts weniger als eine leere Spekulation, und Newton zeiotedie wichti-enFolgen, die sich daraus herleiten liessen- Er bestimmte dadurch die Abplattung der Erde

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