Band 
Dritter Theil. Physische Astronomie.
Seite
17
JPEG-Download
 

I. A. 2. E.

»7

Körper vermöge der Trägheit seine Bewegung ins unendliche fortsetzen würde. Sobaldaber B'e .Zeit bestimmt ist, in der der .Körper diesen Raum durchlauft, so ist die Starkedes Stoßes vöilia bestimmt, voransgeiczt, daß in dieser Zeit kein andrer Stoß hinzugekommen seo. Der in einer gegebnen Zeit durchlaufene Raum, oder die dem Körper mit-g:ch:>'tc Gcstbwrndlgkc'lr. gibt also das Maas des Stoßes an, und man sieht leicht,daß es gleichgültig sey, wie groß oder klein man diese Zeit annimt, wenn man nur ge-rn, S ist, daß der darin durchlaufene Raum bloße Folge des Stoßes ist, dessen Starkebestimmt werden soll. Hat der Körper mehrere Stöße nach einander erhalten, so dacfder zur Bestimmung des ersten Stoßes gebrauchte Raum keiner Zeit entsprechen, diemößer ist als die Zeit zwischen

tem ersten und zweyten Stoße: daher die Zeit,

wende S toß nicht der erste ist: man mus alsdenn die Geschwindigkeit nach dem lez-rern Sreße von derjenigen absondern, die der Körper schon durch die vorhergehendenStöye erhalten starte; was dann überbleibt, also der Zuwachs der Geschwindigkeit,bestimmt den lezrern Stoß allein: die game Geschwindigkeit aber, die der Körper nachdein lezren Stoße hat, bestimmt die Summe aller bis dahin crhaltncn Stöße. Wennmau also die vcrschiedncn Stöße, die der Körper erhalt, 9, 9", oc. und die Ge-

schwindigkeit des Körpers in den Zeiten nach dem ersten, zweyten, und dritten Stoße,c, ost c", nennt, so ist 9 — ^ o, 9 st-/—c', 9 st-9'st-9" —e", x. wo -e cinebeständige Größe ist, die durch die absoluten Maaße bestimmt wird, die man hicbeygebrauchen will. Hieraus folgt /-->.( c' —,c), 9" — x (o" — c'), oder wenn mandie vom ersten Stoße mitgetheilte Geschwindigkeit c, jeden neuen Zuwachs aber Ho,H'o , zr.' nennt, so ist 9 — L, HH o, — -c /Vo, und 9 -S 9' st-/' —

(e st-H c st-H e ).

b. ir. Wenn nicht allein alle Stöße gleich stark sind, sondern auch in gleichenZwischenzeiten auf einander folgen , so ist nicht allein die Anzahl der Stöße, sondernauch die Summe der von ihnen mitgetheilten Geschwindigkeiten der Zeit proportional.Wenn nämlich die Zeit zwischen jeden zwey Stößen — i- ist, so ist nach der Zeit n -r-die Zahl der Stöße —n, und ihre vereinigte Starke 9st-/st-9"st-.....—> ( c -j-H est-oVe -st-....), in welchen beyden Reihen n Glieder vorkommen. Da nun in

diesem Falle 9 — 9'— p", also 9 st- 9'-st- p"st-.— n 9, und e — Hc — cVc ist,

so wird die vereinigte Stärke aller Stöße ngi—^nc, der Zeit n?- provortional,und n c ist hie wahre Geschwindigkeit, die der Körper nach dem Icztcu Stoße hat.Ist also die ganze verlaufne Zeit —t, und die lezte Geschwindigkeit — v, so ist t—n-n,

also n ——, und v —neu—wo 17 eine beständige, t aber eine verändere

liehe Größe ist, der die Geschwindigkeit v proportional ist. Nimt man an, daß dieStöße unendlich schnell auf einander folgen, so entsteht das was man Rraft nennt,und zwar eine beständige oder glcichförmia beschleunigende Kraft, wenn alle Stöße plll. Theil C gleich