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sie geschrieben sind. Vespucci, der bei weitem wenigerin theologischen Schriften bewandert war, als Columbus,beruft sich auf die Dichter Dante und Petrarca ; aber,mit Ausnahme einiger Strophen aus der Tragödie Medeades Seneca, in denen man eine Ankündigung der künfti-gen Entdeckung der Neuen Welt zu finden vermeinte,und einiger schlechten spanischen Verse, die in den Pro-feclas angeführt werden, und von denen ich sogar glaube,dafs sie ein unglücklicher poetischer Versuch des Co-lumbus selbst sind, hat letzterer keine Beweise seinerLiebe für die schönen Wissenschaften gegeben. Unddoch zog sich, wie bei allen durch herrliche Entdek-kungen oder gewagte Unternehmungen ausgezeichnetenMännern, ein poetischer Faden durch sein Leben, dersich selbst in seinen innersten Gefühlen abspiegelt. DenBeleg für diese Behauptung findet man in den Brie-fen des Admirals, die in Augenblicken der Gefahr, gro-fser Schmerzen und Bekümmernisse oder gerechten Un-willens geschrieben worden sind. Da findet sich dannwahrer Adel in seinen Worten und die feurige Phanta-sie des alten Seefahrers bekundet sich durch die kraft-volle Schilderung seiner Lage. Ich habe schon in eineinandern Werke (dem JEssai polilique nur l'Ue de Cube)auf diese Erhabenheit des Stils, auf jene dichterischenAnlagen, die bei Columbus im Hintergründe schlummer-ten und zuweilen hervorlauchten, aufmerksam gemacht:hier genüge es an die Briefe zu erinnern, welche er imOktober 1-198 und am 7. Julius 1503 an den König unddie Königin schrieb, und an die Klagen, welche er imNovember des Jahres 1500 an die Amme (a»ia) desInfanten, Dona Juana de In Torre in dem Augenblickrichtete, wo man ihm bei seiner Ankunft in Cadiz dieFesseln abnahm.
Der Geschmack für Bücher und Gelehrsamkeit, wel-chen wir bei Columbus finden, in einem Jahrhundert, wogedruckte Bücher nichts weniger als gewöhnlich waren,