Band 
Erster Band.
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Buache (Memoires de VInstitut, Tom. VI, p. 8 und 10)läfst irrlhümlich Toscanelli sagen, dafs von Lissabon bisQuinsay 26 espacios, jeden zu 250 Meilen gerechnet,wären. Er glaubt überdies, dafs ein espacio, wie auf derKarte des Bianco, 3°,33 betrage, indem jeder Grad 75altitaliänische Meilen ausmache; aber diese Berechnung istin unmittelbarem Widerspruch mit der Annahme des Co-lumbus, dafs 1° = 56£ Meilen sei. ( Vula del Almiranle,cap. 4.) Es ist keine Möglichkeit, aus diesem Labyrinthherauszukommen, und die 3900 oder 26 Mal 150 ita-liänische Meilen des Toscanelli, wodurch die Breite desOceans zwischen Portugal und Japan bestimmt werdensoll, können auf 52° oder 69° Längenunterschied be-rechnet werden, was auf die Hälfte des Resultats hin-auskommt, bei welchem, wie wir gesehen haben, Colum-bus stehen geblieben ist, und wodurch der Ausdruck desElorentinischen Mathematikers gerechtfertigt wird:EureReise wird minder schwierig (minder lang) sein, als Ihrglaubt. Japan (Zipango) war also von Toscanelli gegenOsten bis zu dem Meridian des östlichen Theiles von Haiti vorgerückt worden, und aus dem Munde des Columbus selbst erfahren wir, dafs er auf seiner ersten Reise (s. dasTagebuch vom 26. Dec. 1492) Haiti für Zipango hielt.In dein Mafse als die Westküsten von Amerika und diegrofse Ausdehnung des Stillen Meeres bekannt wurden,kehrte man in Europa zu den Ansichten des Ptolemäus in Bezug auf die Länge des bekannten Alten Kontinentszurück. Sanson berechnete diese Länge, von den Ka­ narischen Inseln bis China , auf 180°, Hondius auf 165° ;aber das wahre Verdienst, das östliche Asien auf seinerichtigen Gränzen zurückgeführt zu haben, gebührt demgrofsen Geographen Guillaume Delisle . Von diesem Au-genblicke an erkannte man die für die physische Geo-graphie so hochwichtige Thatsache, dafs die Oberflächeder Festlandsmassen zu der der Meeresfläche nicht indem Verhältnifs von 7 zu 1 stehe (wie Christoph Co-