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Zweiter Band.
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zwang; denn diese Länder waren verborgen und Niemandkannte den Weg, welcher dorthin führt“. Die Gültig-keit des am Tage vor dem Hinlritt des Admirals nieder-gelegten Testaments ist niemals bestritten worden.

Wir sind Columbus von dem Orte seiner Geburtund seiner ersten Jugend bis zu jenem traurigen Zeit-punkte seines Lebens gefolgt, wo er zwar vom Glück,aber nicht von der Kraft seines Charakters und derGewalt seines Geistes verlassen war. Ich habe in sei-nen Handlungen und den wenigen Bruchstücken seinerSchriften, die sich erhalten haben, Alles hervorgesucht,was zu einem unparteilichen Urtheil zu führen vermag;ich habe einen Genufs darin gefunden, jene grofse ge-schichtliche Gestalt unter ihren wahren Zügen als einenMann des fünfzehnten Jahrhunderts darzustellen, welcherdie alten Sitten Liguriens und Spaniens vergegenwärtigte,nicht nach den Ansichten und der Denkweise, welchedie Civilisation der neueren Zeiten hervorgerufen hat.Columbus hatte zu gleicher Zeit mit dem Florentiner PaulToscanelli den verwegenen Plan entworfen, auf demWege gen Westen nach Indien zu gelangen und sichabenteuerlich in das Meer der Finsternisse der arabi-schen Geographen hineinzuwagen; er hatte als geschick-ter und wohlunterrichteter Seemann ausgeführt, was bisdahin nichts weiter als eine Studirstubcnspekulation ge-wesen war. Auf diese Weise wurde er das unerwar-tete, fast unfreiwillige Werkzeug zur Entdeckung derNeuen Welt. Er erkannte in stufenweisem Fortschritt,wie wir im dritten Abschnitt dieses Werkes nachweisenwerden, den Zusammenhang oder die gegenseitige Ver-bindung der Länder, welche anfänglich nur als im gro-fsen Weltmeere zerstreute oder der Ostküste von Asien