denn er wird sprechen und Alles ins Werk setzen: ichwünsche, dafs es iin Geheimen geschehe, damit man kei-nen Verdacht fassen könne. Ich für meinen Theil habeihm Alles auseinandergeselzt, was ich ihm über unsereAngelegenheit sagen konnte. Diese wohlwollenden Zei-len wurden in dem Augenblick geschrieben, wo VespucciLissabon verlassen und seine beiden letzten Reisen nachden Küsten von Brasilien geendigt hatte; zu einer Zeit,wo wenigstens der Bericht über die vorletzte Reise, wel-che er seine dritte nennt, und worin er zweier anderenReisen gedenkt, tcelclte er auf Jtefehl des Königs vonKastilien unternommen halte, seit geraumer Zeit bekanntgemacht worden war, wenn nicht von ihm selbst, dochwenigstens unter seinem Manien. Man hat Mühe zu be-greifen, wie derselbe treffliche Mann (mucho hombre debien *)), welchen Columbus seit dem Jahre 1492 als Be-vollmächtigten des reichen Handelshauses Berardi gekannt,mit dem er in vielfältigen Geschäftsverbindungen gestan-den und den er wahrscheinlich nur seit der Unterneh-mung des Hojcda **), während der vier Jahre, in de-nen Vespucci mit den Portugiesen geschifft war, aus denAugen verloren hatte, heutigen Tages fast allgemein feind-seliger Gesinnungen gegen den Ruhm des Columbus be-schuldigt und als ein elender Betrüger betrachtet wird, derdurch erlogene Reiseberichte sich die Entdeckung einesKontinentes angemafst und zuerst den Namen America(Land des Amerigo) auf die Seekarten gesetzt habe, dievon ihm als piloto maijor der Casa de Contralacion vonSevilla augefertigt worden sind. Erst seit sieben Jahrenbesitzen wir kostbare Materialien über den Aufenthaltdes Vespucci in Spanien und die vielfältigen Verbindun-gen, in denen er mit dem Hofe und mit Christoph Co-lmnbus stand. Wir kennen die Aktenstücke des Rechts-
*) Cartas nr. 13. ( Navarrete , Tora. I, p. 351.)
** ) Im Junius 1500.