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Zweiter Band.
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ren gesendet. I)a der Brief vom 18. Julius 1500 da-tirt ist, so zweifle ich nicht, dafs Vespucci, indem er voneiner neuen Flotte spricht, die Expedition des Pedro Al-varcz Cabral habe bezeichnen wollen, welche allerdingsam 9. März 1500 von Lissabon auslicf, aber mit drei-zehn Schiffen.

Bis hierher scheint alles der von mir gewagten Vor-aussetzung günstig zu sein, dafs die zweite Reise des Ves-pucci identisch ist mit der ersten Reise des VicentcYanez Pinzon; aber es bleibt mir noch übrig, von einerastronomischen Beobachtung zu sprechen, welche dasganze Gebäude meiner Combinationcn zu zerstören scheint.In dem so oft angeführten Briefe an Mcdicis ist von ei-ner Conjunktion des Mars und des Mondes die Rede,welche von Vespucci (es ist nicht gesagt, auf welchemPunkte der Küste) am 23. August 1199, während desLaufes seiner zweiten Reise, beobachtet worden ist. Ichhabe die Beobachtung nach den von dem llorentinischenSeefahrer angeführten Ephcmeriden des Regiomontanus geprüft und gefunden, dafs nicht der geringste Zwei-fel darüber obwalten kann, ob das erwähnte Phänomenzur angegebenen Zeit cingetretcn sei, oder nicht. Danun aber die Reise des Pinzon erst im December 1199begann, so kann die Conjunktion nicht während desA r erlaufs dieser Reise beobachtet worden sein; sie ge-hört vielmehr zu der ersten Seefahrt des Ilojcda, welcheam 20. Mai 1199 begann; eine Reise, während welcherdie Conjunktion wahrgenommen worden sein soll, kannnur die Reise des Hojeda oder eine andere gleichzeitigesein. Diese Schlufsfolge * *), welche auf eine astronomi-

falls nur aus zwölf Schilfen bestehen (fol. 59, b). Die Flotte des Gamabestand aus vier Schiffen.

*) Um das Verständnis der nachfolgenden Untersuchung zu erleich-tern, dürfte cs von Nutzen sein, dem Leser die Uckcrsicht der Ueisen, wel-che mit einander verglichen worden sind, wieder vor Augen zu fuhren: