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Resultate der bis jetzt unternommenen Pflanzenanalysen, nebst ausführlich chemisch-physikalischer Beschreibung des Holzes, der Kohle, der Pflanzensäfte und einiger andern wichtigen Pflanzenkörper / von Gustav Theodor Fechner
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Früchte und Saamcn.

Nach Darcet geben 100 Kil. Kastanien 1,80 Kil. Asche, ooo Gram-men dieser Asche enthalten 311,4 Grammen in Wasser unauflöslichenRückstandes und 288,8 calcinirte auflvsliche Salze. 100 Grammen dieserSalze geben 85 Grad (p.C, ?) Gehalt der bcßten Pottasche (Ami. de Ch.LXXIX. 149 ). Wegen des großen Stärkmehlgehalts detRoßkastanien nahmMurray imJ-irge ei» Patent, um dieselbe daraus zu bereiten; doch be-merkt ein andrer (!m Mouthly mag.), daß er diese immer nur mit gel-ber Farbe erhalten konnte. (Scheret I. V. 797.)

Aesculus Paria. Wvvdhvuse erhielt aus einer Ruß,die 1 Unze 25 Gran wog, 44 .Gran feines Skärkmehl, das vollkommenweiß und sehr gut zum Verbrauch war. Das erste Waschwaffer desStärkmehls enthält nach ihm einen giftigen Stoff, der bis zur Ertract-dicke eingedampft die Blasen kleiner Fische sehr aufblähet (Schcrer I.

V. 797).

Amygdalus communis. Die bittern Mandeln.Nach Vogel: Unbestimmte Menge*) blausäurebaltigen Oels (Rep. 1 .1086); 28,0 fettes Oel ; 6,5 Schleimzncker; 3,0Gummi; 5,0Holzfaser;3 v,oEmuIsin; 8,5 Schaute. Auch vermuthet Vogel noch Gerbstoff darin.(Schweigg. I. XX. 58 ). .

Nach Stange bleibt jedesmal bei Destillation der bittern Man-deln mit W. in der Retorte eine stark sauer reagirende Fl-, welchenicht durch essigs. Bley gefällt, und auch aus den Kirschkernen erhaltenwird. , Beim Kochen zerstoßener bitterer Mandeln mit W. in einemKolben zeigte sich durch Silber, essigs. Blev, Kupferblech deutlich Ent-wickelung von Schwefelwasserstoff. (Büchner Repert. XVI. 105.)

. Die süßen Mandeln. Nach Boullay: 54 fettes Oel;24 Kässtvff (Emnlsin); 6 flüssiger Zucker; 3 Gummi; 4 Holzfaser,-5 Schaale; 3 J Wasser; § Essigs, und Verlust (Auu. de Ch. et de Ph.

VI. 40. Trommsd. N- I. III. St- i- » 52 ).

Amygdalus xersica. Der Saft. der reifen Früchte ent-hielt dasselbe als Birnen und Aepfel (Berard).

Anona triloba. Die Frucht nach Lassaigne: Wachs;Blattgrün; wenig Bitterstoff; Schleiinzucker; Gummi; Holzfaser; Ae-pfels; äpfels. Kalk und Kalisalze (Trommsd. N- 2 - AU- St. 2. 308 ).

Axium graveolens. L. (Selleri). Der Saanre im lnft-trocknen Zustande nach Tietzman,,.- 1,90 ather. Oel (Rep. 1. 1033);5,35 eigenthümliche» Balsam (Rep. i. 1344); 3,85 Ertrackivstvff; 8,2a

*) Pagenstecher will aus l Pfund bittrer Mandel» i Drachme erhaltenhaben (TronunSd. I. XIX. 73 ). D. Jttne r konnre aus 8Pfund nur 1 Dr.«0 Er. darstellen (Schweigg. I. XXIV. 395).