Buch 
Resultate der bis jetzt unternommenen Pflanzenanalysen, nebst ausführlich chemisch-physikalischer Beschreibung des Holzes, der Kohle, der Pflanzensäfte und einiger andern wichtigen Pflanzenkörper / von Gustav Theodor Fechner
Entstehung
Seite
4
JPEG-Download
 

4

Früchte und Saamen .

Thonerde und Eisenoryd. Den ostindischen Wurmsaamen anlan-gend , so verlor der lufttrockne durch Austrocknen in mäßiger Wärme7,1 p. §; durch Dest. mit W. an äther. Oel i,78 p. C- Der hievonbefreite Saame enthielt: o,48 Cerin; 7,58 grünes aromatisch-scharfesBalsamharz, von dem des levantischen Saamens nur durch einen schär-fer» Geruch und Geschmack ausgezeichnet; 6,58 eigenthümliche harzar-tige braune bittre Substanz; 21,53 eigenthümlichen Bitterstoff vermischtmit salzs. nebst wenig schwefelst Kali, mit äpfelst Kali, äpfelst Magne-sia und wenig äpfelst Kalk und einem Ueberschnß an Aepfels.; 15,2tgnmmige» Ertractivstoff; 10,2s Uliiiin durch Kalilauge gewonnen; 55,57Holzfaser; 4,iz äpfelst Kalk mit etwas Kieselerde und vegetabilischerSubstanz.'100 lnfttrockner ostindischer Wurmsaame hinterließ 7.09p. C. Asche, bestehend aus 2,988 salzst, schwefelst und wenig khlst Kaliund 4,092 Kalk, Magnesia nebst Kieselerde, Thonerde und Eisenoryd(Kastn. Arch. XI. 78).

Analyse nach Trommsdorff. 1) ivoo Gran verlieren 100Gran W- beim Trocknen. 2) Destillation mit W., welches ätheri-sches Oel mit übernimmt. a) Filtriren des bei (2) in der Retortegebliebenen Rückstandes, Versetzen zur einen Hälfte mit neutralem sauer-kleest Kali, welches sauerklees. Kalk fällt, zur andern Hälfte mit Bley-zucker, Zersetzen des mit letzterm erhaltenen Niederschlags mit Scbwe-selwffst., wodurch Aepfels. in die Fl. abgeschieden wird. 4) a. Wie-derholte Digestion von neuem trocknen Saamen mit 95 proccntigem Al-kohol, Auswaschen mit siedendem Alkohol; Concentrire» der vereinig-ten Flüssigkeiten und freiwilliges Verdunsten derselben, wo eine schmie-rige schwarzgrüne Masse zurückbleibt, st. Kochen dieser Materie mitW-, wo sich das Harz wie ei» schwarzes Oel niederschlägt. 0. Ver-dunsten der Flüssigkeiten von (b) an der Sonne, wo eigenthümli-cher Ertractivstoff mit einer Spur von äpfelst Kalk zurückbleibt. 5) Maceriren des Saamenrückstandes von (4) mit best. W., gelin-des Abdampfen und zuletzt Verdunsten an der Sonne, wo gummigerErtractivstoff mit einer Spur äpfelst Kalk bleibt. 6) Ausko-chen des Saamenrückstandes von (5) mit W., Abdampfen des filtrirtenAuszugs, wo wiederum gummiger Ertr activ st off ohne äpfelstKalk bleibt. 7) Auskochen des Saamenrückstandes von («) mit ver-dünnter Aetzkalilauge in einem silbernen Kessel, der dabei bunt anläuft;Ncutralisire» her von der rückgebliebenen Faser abfiltrirten Fl. mitEssigs., Abdunsten zur Trockniß, Ansziehen mit Alkohol, der das esstgstKali aufnimmt und Ertractivstoff läßt, der sich nicht sehr vom vorhererhaltenen gummigen unterscheidet. 8) Einäschern des Faserrückstandes.

Gang der Analyse »ach Wackenroder (des levantischenSaamens). 1) Austrocknen. 2) Destilliren mit Wasser zur Dar-