IX
Schenkel ausgezeichnet, die Grabbeine haben starke Hüften undbesonders grofse und starke, meist gezähnelte Schienen.
Die Fortpflanzung der Käfer.
Die Käfer legen ihre Eier fast immer an sehr verborgene dunkleOrte und es schlüpfen aus ihnen die Larven meist noch im gleichenSommer.
Die Larven (Taf. 49) besitzen ausnahmslos einen deutlichen,wenn auch manchmal sehr kleinen hornigen Kopf, an dem sich vorn2 sehr kurze, weniggliedrige Fühler befinden. Augen fehlen entwederganz oder es lafsen sich nur kleine punktartige Nebenaugen unter-scheiden. Die Mundteile der Larven sind dieselben, wie die des ferti-gen Käfers und die Frefszangen meist stark, oft stärker als die desKäfers. Der Leib besteht aus 12 Ringeln, wovon 3 als Brustringe,9 als Bauchringe zu betrachten sind, so dafs also die Ringzahl mitder des fertigen Käfers übereinstimmt. Flügel oder Andeutungen vonsolchen mangeln den Larven gänzlich, ebenso fehlen vielen alle Fiifse,bei andern tragen die drei Brustringe je ein Paar Fiifse, die allerdingsmeist viel kleiner und gleichartiger gegliedert sind als die des fertigenKäfers. Bei manchen gesellen sich hiezu sogenannte Nachschieber:ungegliederte stumpfe Fortsätze, die zu beiden Seiten des vorstehen-den, gewissermafsen einen I3ten Ring bildenden Afters stehen. Aufder Rückseite der Ringel sitzen meist kleine Schildchen oder Wärz-chen und am After öfters eigentümliche Anhänge. Von Luftlöchernfinden sich nur 9 Paare, welche so verteilt sind, dafs der dritte undletzte oder der erste und zweite Ringel keine besitzen. Der Leib istbei sehr vielen ganz weichhäutig, bei andern finden sich auf den Rin-geln nur einzelne Hornschildchen, endlich andere sind fast ebensohornig fest, wie die fertigen Käfer. Die Larven häuten sich mehr-mals, bevor sie sich einpuppen.
Die Puppe bildet sich schon in der Larvenhaut und bleibt beimanchen \z. B. Anthrenus'« in derselben liegen, nachdem sie sie auf-gesprengt hat, in der Regel dagegen schlüpft sie aus der Larvenhautheraus. Sie ist entweder eingesponnen oder am Schwanzende irgend-wo aufgehängt, z. B. die mancher Chrysomelinen und Coccinellen, oderliegt frei auf oder in der Erde oder in Pflanzenteilen. Bei sehr vielenKäfern, deren Larven im Innern von Pflanzenteilen leben, ist es Regel,dafs sie zur Verpuppung in die Erde gehen. Die Puppen sind so-