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Bemerkungen auf einer Alpen-Reise über den Brünig, Bragel, Kirenzenberg, und über die Flüela, den Maloya und Splügen / von Karl Kasthofer
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Thaler besitzen soll/ in einem schlechten / unbedeckten Karren/auf einem quer im Wagen befestigten Strohsack sitzend/ fuhr/und überall einen Trunk anbietend / Frohsinn scherzend ver-breitete. Nie ohne mit Wehmuth gemischter Rührung ge-denken wir dieses Mannes / der in der üppigen / in jeder Lustder Sinne schwelgenden Stadt/ so treu an der wilden Hei-uiarh/ an den Gefährten seiner armen Jugend/ an den Sittenseines Thales hängt/ und/ wenn er wüßte wie? so gerneWohlstand und Glück verbreiten würde. Daß doch dieserWann in einer Schule/ wie FellenbergS Armenschule/ er-regen worden wäre! Gewiß er hätte dann in Sils eineSchule/ wie jene/ gestiftet/ die Straße über den Maloyen-berg nach dem Comersee auf seine Kosten fahrbar gemacht/und nie den öden / prunkenden Pallast gebaut. Wenn diese mirso vielen Geistesanlagen begabten Engadiner bessere Schulenhätten, wenn sie vielseitiger gebildet wären/ wenn ihre Liebe zur, Heimath in Liebe zu gemeinnützigen Unternehmungen/ in Liebei zum Vaterland sich veredeln würde; wenn Ansiedelungen vonFremden erleichtert/ statt erschwert/ die Fesseln/ in denendurch die Weid - und Zugrechtgesetze die Landwirthschaft dar-uiederliegt/ gebrochen; wenn die Wälder gepflegt/ die Wie-sen wieder bewässert/ die Alpen mit Stallungen versehen/Unter bessere Wirthschaft gesetzt, und von einheimischen Al-Penwirthen für die Pachtung der Gemeinalpen eine Konkur-j ^uz mit den Bergamaskerhirten eröffnet würde; wenn die! industriose Thätigkeit dieses Hirtenvolkes von den Fabrikaten' den Gaumen nicht ganz ab, aber doch mehr auf die Land-^ Wirthschaft, die Vieh-, und besonders die Schafzucht, undI "uf Handwerke geleitet würde, die mit der Landwirthschaftin Beziehung stehen: eS würde daS Engadin , trotz den gegen-wärtigen Beschränkungen seines Handels, dennoch seinenWohlstand erhalten und vermehren können.

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