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Das Haselhuhn.
waldigen Gegenden von ganz Europa sind ihre Hei-math. In der Balzzeit verrathen sie ihre Gegen-wart durch ein starkes Pfeifen, das man, um sie inden Schuß?zu locken, nachahmt. Unter Haselge-strauche versteckt die Haselhenne ihre 12—20 Eyer.Sie sind etwas größer als Taubeneyer und hellrost-farbcn mit dunkeln Flecken. Jeder Hahn hat nurEine Henne. Schießt man diese, so sucht sich derHahn eine andre Gattinn. Verliert aber die Henneihren Gatten, so ruht diese nicht; sie sucht den Ver-lornen rastlos auf, bis auch sie dem Jager in dieHände gerath. Von den vielen Eyern kommen nur6—8 Junge aus, die, so bald sie erwachsen sind, wie-der unter sich Familien stiften. Auch das arme Ha-selhuhn mußte in den so berüchtigten Basiliskenge-schichten eine Rolle übernehmen. Wenn, so erzähltman, ein alter Haselhahn ein Ey legt, und eineKröte es ausbrütet, so wird daraus ein wilder Ba-silisk. Sind die zahmen schon so fürchterlich, wiemögen erst die wilden seyn!! Sicher ists, daß wenneinmahl ein Hahn legt, und eine Kröte brütet, etwa-ganz Sonderbares zum Vorschein kommen muß!
Das Fleisch der Haselhühner ist das kostbar-ste, weißeste Vogelwildbrett. und wird darum für