Band 
Der Vögel zweyter Theil.
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<?6 Das Schneehuhn.

kitten wahren Kaiftrbisseii gehalten. Deßwegen»annte man sie auch Kaisersvögcl. Man beitzet esin Wein und Essig, jedes zur Hälfte. In Schlin-gen werden sie gefangen. Ihre Seltenheit in Frank­ reich veranlaßte Ludwig XIV. zu dem Befehl, sieeinheimisch zu machen. Aber die eigensinnige Naturbefolgte ihn nicht, und sie blieben nach wie vor selten.

Auf den Schweizer und Savoyischen Alpenund in den nördlichsten Gegenden der Erde wohntdas Schneehuhn (Rypen, Schneehase, Hafen-fuf? 37), das die Größe einer Taube hat. Derihm ganz eigne Umstand, daß es nicht nur an denFüßen, wie viele, sondern auch unter den Füßen,wie der Hase, rauh ist, zeichnet es aus. VomSchnabel durch die Augen weg bis zu den Ohrengeht ein schwarzer Zügel. Der obere Theil des Lei-bes ist weiß mit schwarzen, aschgrauen und rostfar-bigen Strichen. Die Flügel, der Unterleib und dieFüße sind ganz weiß. Der Schwanz ist schwarzmit weißenEnden und zwey aschgrauen und schwarz-gefleckten Miltelfedern. Das Winterkleid derSchneehühner ist blendend weiß; nur die ZügeldurchsAuge und dieSchwanzfedern bleiben schwarz.Äußerst sein sind die Federn an den Füßen. Mit