X.XIX. Ueber die Frucht- und Beerensäure. ZyH
^Uckersäure geben wolte, ich erhielt aber keine Spurdavon, sondern ein Salz, welches, nachdem es ge-einigt war, allen Umständen nach, mit dem Laugen-^ize überein kam. Dass aber dieses Salz nicht -beyder Operation selbst, während dem Kochen mit Sal-petersäure, hervorgebracht war, schloss ich daraus,dass, wenn ich zu der Auflösung des Extrakts in we-dig Wasser, sowohl Vitriol- als Salzsäure, zumischte,dieselbe gleichsah in ein solches Salz gerann. DiesesSalz oder Säure ist in dem Urinextrakte, mit flüchti-gern Laugensalze verbunden, also in der Gestalt einesSalmiaks, welcher im Weingeist auflöslicli ist. Ichhabe ehemals *) angemerkt, dass Milchzuckersäure^ey der Destillation ein ähnliches Benzoesalz giebt,död so scheint diese vegetabilische Säure durchden Kreislauf im Blute keine Veränderung zuListen **).
geistische Auflösung wird sodann zur Dicke eines Extraktsabgedunstet. Da dieses Extrakt sowohl im Wasser, als imWeingeist auf löslich ist, so kann es mit Herrn Rouelle (Ex-trait de lourn. de Medicine de Nov. 1 778.) seifenartigesUrinex-trakt (Extractum saponaceum urinae ) genennet werden. Ersagt, dasselbe enthalte viel flüchtiges. Laugenfalz, bestimmtaber nicht, mit welcher Saure dasselbe vereinigt sey. ,
Anm. d, Um. Verfassers.
*) Abandlung der Königlichen Akademie der Wissenschaften,1780. Letztes Quart. Anm. d. Vers.
**) Keine Säure scheinet der Aepfelsäure so nahe zu' kom-men, als Milchsäure ( Abhandlung der Königlichen Akade-
^heele’s phyf. - ehern. Schrift. II. Band. B b