HO Sechste Ordnung. Loleoxler».
seitig entwickelten Fühlerknopf, wie durch ihre Mundbildung undanderweitigen charakteristischen Eigenschaften so innig an die Ne-crophagen, Nitidulinen und Brachypteren an, daß eineTrennung von diesen durchaus gewaltsam sein würde, und daherunzulässig ist. Sonach stand es bei mir fest, daß die Lucanidenmit in die Gruppe der Lamellicornien oder Petalocerenzu rechnen seien; es handelte sich nur noch darum, ob sie so we-sentliche Unterschiede von den übrigen darboten, daß sie als ersteHauptsektion von ihnen getrennt werden müßten. Bei dieser Unter-suchung wandte sich die Aufmerksamkeit natürlich zunächst auf dieFühler, weil deren Formabweichung von allen früheren Schriftstel-lern als die wichtigste Bedingung einer Trennung angesehen wordenwar; allein ich fand an ihnen keinen so allgemeinen und durchgrei-fenden Unterschied, daß ich durch sie mich zur Abtrennung der Lu-caniden von den Scarabäiden hätte bestimmen lassen können.Zunächst ist die von Mac Leay hervorgehobene seitliche Anheftungdes zweiten Gliedes an das erste, und das dadurch bedingte gebro-chene Ansehen der Fühler keinesweges allen Lucaniden eigen, esfehlt z. B. den kassalis; und ist selbst bei einigen ächten Lucani-dcn, z. B. bei Killoäeuckiou, nicht bemerkbar. Was aber daseigenthümliche kammförmige Ansehen des Kolbens betrifft, so istdieses gewiß nicht eigenthümlicher, als die tutenförmige Bildungder Kolbenglieder bei I^etkrus, oder die hülsenartige Einschachte-lung derselben ineinander bei Onitis und klikuiueus, oder als dieenorme lappenförmigc Ausdehnung bei den männlichen Alleloloutlüs.Demnach schien mir die Bildung dcS Fühlhorns keinen hinreichen-den Grund zu einer solchen gänzlichen Absonderung der Lucanidenvon den übrigen Lamellicornien darzubieten und ich erkannte, daßwenn eine solche Absonderung zugegeben werden soll, diese in an-deren Unterschieden, als in denen der Fühler ihren Grund habenmüsse. Die zur Entscheidung des fraglichen Punktes vorgenommeneUntersuchung zeigte nun als eine Eigenthümlichkeit sämmtlicher Lu-caniden bis zum Ende des Hinterleibes reichende, den ganzen Kör-per einhüllende Flügeldecken und damit im nächsten Zusammenhange