120 Sechste Ordnung. Uoleoptera. I. Zunft. I.aweIIIcorma.
Alle Mitglieder dieser Gruppe leben von frischer, noch grü-nender Pflanzcnsubstanz, und zwar entweder vom Blnmensaste undBlumenstaube, wie ich dies bei den einheimischen Cetonien bestimmtwahrgenommen habe, und besitzen alsdann mehr oder weniger ver-kümmerte, größtentheilS häutige Oberkiefer; oder von Pflanzenblät-tern, auch wohl Blumenblättern, wenn sie sich mehr auf Blumenaufhalten. Die Blattfrcsscr haben große starke Oberkiefer und kräf-tige, viclzahnige Unterkiefer. Um beide Nahrungsmittel sich ver-schaffen zu können, ist ihnen der Flügel ein wichtiges Bewegungs-organ, das daher nur einigen wenigen Arten, zumal ihren Weib-chen (z. B. bei Isoiinostowu, kacd)pu8 und seinen Verwandten)fehlen kann. — Uebrigens finden sich wie in den Mundthcilen, soauch an den Fühlern, verschiedene Modifikationen des GrundtypuS,sowohl in der Zahl der ganzen Glieder, als auch derjenigen, dieden Fächer bilden. Ausgenommen davon ,sind indeß die Alelito-jOiiln, die immer 10 Glieder und 3 im Fächer haben. Dagegenzeigen die Beine größere Uebereinstimmung, zumal fast nie mehrals drei Zähne an den Vorderschienen, — die Gattungen VulZusund Luclüru8, doch letztere bloß im weiblichen Geschlecht, ma-chen hiervon eine Ausnahme — und immer je zwei Sporenan den vier Hinteren; der Sporn an den vorderen fehlt mitunter,doch meistens nur den Männchen (z. B. bei 6oliruku8 und dessennächsten Verwandten). Zwei Gattungen, Driclwplu8 und 8enpto-1>iu8, haben weniger als fünf Fußglieder, nehmlich jene drei,diese vier, doch nur in einem Geschlecht. Beide gehören den vomTypus der Cetonien in mancher Beziehung abgewichenen Cre-mastochiliden an. —