in
111. Ausgabt.
die grösste Schwere, welche unterm Pole ist ,vor; und FO, die verminderte, in was im-mer für einem Parallelzirkel; welche überallnach der Erde Mittelpunkte gerichtet ist. Esist nämlich da die Kreissschwere F1 in zweyandere, in die genannte EO, und 01, welcheauf dem Halbmesser FC perpendikular ist, zer-gliedert. Diese letzte drücket gegen die Fla-che der Röhre, oder, da keine vorhandenist, gegen die eben so widerstehende Wasser-säule. Nichts weiss ich also, was der vollkom-menen Kugelforme der Erde entgegen wäre.Aber halt! schon wieder höre ich: die ver-schiedene Tiefe des Meeres, das Wasserwegenoder nivellieren, die Vorrückung der Nacht-gleichen, die eingedrückte Gestalt des Jupi-ters , sollten diese kein Bedenken erregen , ge-gen die Kugelforme der Erde ?
94. §. Die verschiedene Tiefe des Meeres!Was soll diese? Wir haben schon gehört, dalsder daher entstehende Unterschied der Durch-messer gering ist. Wenn auch des MeeresGrund ungleich: das hindert nicht. Das un-tere Wasser stehet darin , wie in einer Grubeoder einem Gefäise, und das Obere, über demhöchsten Grund des nämlichen Meridianes,stehet erklärter Massen im Gleichgewichte.Weder thut das was; wenn man des MeeresTiefe überhaupt verschieden setzet, wie in der6. Anmerkung der 7. Ausgabe geschehen: dar-aus entstehet kein Widerspruch: dass nämlich,wenn der schwere Richtung bey der kleinernTiefe mit des Meeres Oberfläche , einen ge-wissen Winkel macht, hernach bey der gro-ssem