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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
65
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n Abschtl. zur Zeit des Mittesalters. 65

aus des heiligen Fmdanus Leben r), daß ßHen^ange vorher die Norinäimer in Irrland Raubzugehergenommen; denn Fmdan war von vornehmen Ge-schlechro in Irrland; er ward von den NormännemZwangen weggeschleppt. Sie landeten auf denNeps, und Findan entfloh daselbst, erlebte mancheSchicksale, durchwanderte Frankreich und die Lombardei,blieb vier Jahre in Alemannien, und ergrif endlich imJahre ^oo. das Klosterleben.

Ueberhaupt ist es bekannt, daß alle die Völker-schaften, welche nachgehends unter den Benennungenvon Schweden, Dänen und Norwegern bekanntwurden, in den ältesten Zeiten noch diese Benennungennicht besassen; denn es litte solches die Einrichtung ihresLandes nicht. Jede kleine Landschaft, zuweilen eine kleineInsel hatte ihren eigenen Oberherrn. Es kante daherdem ganzen Lande noch kein allgemeiner Nahme gege-ben werden *). Die kleinen Oberhäupter scheinen nurLehnsherren gewesen zu seyn, welche mit ihren Lehnträ-gern Züge zur See und zu Lande unternahmen. IhrLand trug wegen des wenigen Vrehes und des vernach-läßlgten Ackerbaues sehr wenig **), daher war es ihnenleicht, nachdem sie einmahl die angenehmen Früchte eines

Raub-

2 ) Seripwres remm Llsmrimicsrum 6oläsiii. lom. I. P. soz.

') Indes scheinen die Nahme» der Svionen beim Tacitus undNerigsn beim Piinius schon allgemeine Nahme» der Lander ge»""sen zu sey«; jedoch ist zu zweifeln, ob sie in dem Verstände ge'rwmmcn worden, als man sie nachgehcnds gebraucht hat. Dan^rsteht indes doch schon beim Guido von Ravemra, der vielleichun ?ten Jahrhunderte schrieb.

") Dhrher sagte zum Könige Aelfred, daß er zwanzig Stück Rind-vieh, zwanzig Schaase und eben so viele Schweine besessen, undas wenige, was er noch Mgceh bearbeitete er mit Weven, »doch war Ohther einer der reichsten und angesehensten Ma

l8srst.Gesch,derSchiffarrh. E