64 Von den Entdeckungen in Nord. II.Mschtl.
Schissarten an. Sie gingen also in grossen Heeren undFlotten nach Britannien über, woselbst die damahlsdurch Handlung schon reich gewordene Stadt London ih-nen in die Hände fiel. Allein der Caesar BonstantiuSschlug sie bald drauf, und befreite Britannien von diesengrausamen Verheerern.
Ausser den Franken und Sachsen, welche sich einegute Kentnis des nordischen Seewesens und der Landerdaselbst scheinen erworben zu haben, findet man dennauch, daß im achten Jahrhunderte, ohngefähr umsJahr 75Z. der christlichen Zeitrechnung, sich die DäneNbis nach Thauet an der Komischen Küste mit ihrenSchiffen gewaget, und die Gegend verheeret. Diesewurden schon von g andern Schissen der Dänen befolget,welche gar in Westsex dem Antheile König BrithrikS(Veorhcrr'c) im Jahre 787. landeten, und von ^ere-dalande kamen. Im Jahre 79z. ward das KlosterLindisfarne (auf der jetzt tgolv-l^Ianci genanten In-sel) von den Dänen rein ausgeplündert, und da die an-sehnliche Beute, die sie daselbst erhalten, ihnen neuenMuth eingeflößet, so plünderten sie das Jahr drauf(794.)das an der Mündung der Tine gelegene Kloster, wel-ches König Egfrid daselbst erbauet hatte. Die heidni-schen Dänen, fanden es sehr behaglich, daß die from-men Mönche, so viele Reichthümer, in ihren Klösternaufbewahrten, welche der Bezrif der Verdienstlichkeitunter den damahligen Christen, mit freigebiger Handpflegte in denselben aufzuhäufen.
Das weit mehr entfernte Jrrland, war gegen dieräuberischen Züge der Dänen nicht gesichert. Sie er-schienen schon 795. auf den Küsten desselben, und nach-dem sie die Orkneys und westlichen Inseln verheeret,so erschienen sie schon 798. wieder in Ulster, welchesLand übel von ihnen mitgenommen ward. Jedoch er-