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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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i o5 Von den Entdeckungen in Nord. H. Abfchtt.

nordischen Völker zur Unternehmung der gefährlichstenZüge zur See zu entflammen. Sie zogen also belebtvon dem frechsten Trotze dahin, wo sie nur die geringsteHofnung hatten, Ruhm zu erwerben. Keine Gefahrund selbst der Tod schreckten sie nicht; sondern sporntensie nur noch mehr an, das auszuführen, was sie einmahlunternommen. Daher sahe man auch, daß diese Leutezuweilen Dinge ausführten, deren blosser Gedanke an-dere würde abgeschreckt haben. Bei,ihrer steten Ue-bung in der Schiffart, tonte es nicht fehlen, daß vieleihrer Schiffe, auf ganz fremde Küsten verschlagen wur-den, die sie nie gesehen, und von denen sie und alle ihreZeitgenossen nie etwas gehört hatten.

So war die erste Entdeckung Islands, wie wiroben bereits S. 68- 69. gesehen haben, blos einem sol-chen Zufalle zuzuschreiben. Die noch fortdauerndenAuswanderungen gaben aber die Mannschaft zur Be-völkerung von Island her. Die Inseln Gcherrland,(welche von den nordischen Völkern stets die Hialraland-Inseln genennt werden), nebst den Orkneys, wie auchden Söderö oder westlichen Inseln und den Faräern,wurden vom Norwegischen Könige Harald überwun-den; weil er fand, daß die Lust zu Raubzügen sein Reichvon Einwohnern entblößte, die sich auf diesen Inselnniederließen, und die Räubereien fortsetzten. Er gabhierauf dem Rognwald Grafen (Iarl) von Moereund Raundaleir, die Orkneys und -Hialfaland erb-lich, als eine Grafschaft (Iarlrike) ohne Tribut; dieseraber verlieh sie als ein Afterlehn seinem Bruder Gigurd.Da aber derselbe auch bald umkam, und sein SohnGuthorm bald drauf starb, kam die Grafschaft an desRognwalds Sohn Hallad; dessen Schläfrigkcit demVater so sehr misfiel, daß er seinem unächcen SohneLvnar die Grafschaft der Orkneys schenkte: von dessen

Nach-