H-Abschn. zur Zeit des Mittelalters. IV5
bie vermeinten Zauberschiffe die Kentnisse ihrer Führer^ Setzung der Seegel anzuzeigen, um auch bei demWinde zu seegeln.
Der Bau der nordischen Schiffe, war auch ganzdon dem, welcher bei den Griechen und Römern üblichwar, verschieden. Die Schiffe der nördlichen Völkerwaren von dem stärksten Eichenholze und mit hohenvorder- und Hinder-Kasteien versehen; dagegen wa-ren die Schiffe im Mittelmeere niedrig und flach, undwurden vorzüglich von Rudern getrieben; ihre ganzeBauart, scheint auch viel schwacher gewesen zu seyn, al^die bei den nordischen Völkern übliche. Die zu langenKriegszügen bestimmten Schiffe, waren auch bei denirdischen Völkern oben bedeckt, dagegen waren die imMittelmeere gebräuchlichen nur'in wenigen Fällen obenbedecket. Daher die römischen Schriftsteller den Um-stand, wenn in einer Flotte bedeckte Schiffe sich befan-den, nie unterließen anzugeben, und die Zahl derselbensorgfältig von derZahi offener Schiffe zu unterscheiden->).
Alle die hier aufgezählten Vortheile der nordischenSchiffart, und die beständige Uebung, gab diesen unru-higen Völkern, eine grosse Fertigkeit und siebe zum See-wesen; die grossen Reichthümer, welche die mehrestenEbentheurer sich durch Gemalt und Ust auf ihren Raub-ten erwarben; endlich der Ruhm, der mit der Aus-führung grosser Thaten zur See verknüpft war, und diestibst in ihre Religion verwebten Begriffe von Tapferkeit,und einer erfreulichen belohnenden Zukunft, für die imDessen gebliebenen, welche mit ihrem Ochin in Val-Meth und Vier von den schönen Valkyriur inHörnern und Hirnschädeln überwundener Feinde einge-sthenkt bekamen, und vom gebratenen wilden SchweinsScrimner speißcen, dienten vorzüglich, den Muth der
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Uiv'iuz Üb. XXXVI. e. 4», 4z. 4s.