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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
129
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II. Abschn. zur Zeit des Mittelasters. 129

viele Komanische Grabhügel und Kaptschak Koma-^er, die sich von der Donau bis zum Don und dem^tilia oder Wolgassusse erstrecken. Zwischen den letztenzween Flüssen sind noch iQ grosse Tagereisen. Nord-wärts von Kaptschak Komanien ist Rusland voll Wäl-der; dies Land wird täglich von den Tartarn verheeret,^nd wenn die armen Leute nicht mehr Gold und Silbergeben haben, so treiben sie dieselben nebst ihren Kin-^rn weg, wie man das Vieh wegtreibt, und braucht sieVieh zu hüten. Jenseit des Dons fanden sie das^vlk Moxel *). Deren vornehmste Herren die Tar-nen nach Deutschland mitgenommen hatten, wo siewaren erschlagen worden. Sie sind alle Heiden undhaben viele Schweine, Honig, Wachs, reiches Pelz-werk und Falken. Es folgen drauf neben ihnen dieGerdas, welche auf Latein Merduas**) heissen, undmohammedanischer Religion. Weiter ostwärts istgrosse Fluß Etllia ***), der der grosse Fluß ist, denAusdruck je gesehn hat. Er kommt von Norden und^ Gros Bulgarien, und fällt sirdlich in einen gros-M See, der 4 Monaths Reise Umfang hat. Südlichmd grosse Gebürge, in welchen Lergis t) (Kergis) und

die

Mokscha, nennen sich zum Theil die Morduanen selbst, unddie sind also wahrscheinlich die Moxel des Ausdruck.

") Diese Morduas oder Merdas bedeuten höchst wahrscheinlichdie Tschcreniißcn, welche sich selbst MariMurr, das Volk Mariheiffen: Allein Ausdruck hat eben so wie Guaguinus unrecht siefür Mohammedaner auszugeben, weil sie den Freitag nicht arbei-ten, welches sie von ihren benachbarten Mohammedanischen Tang-ren wahrscheinlich gelernt habe», denn sie sind alle HeydenDer Wolga heißt bei den Tataren Idel, die Tschuwaschen hcif-le» denselben Arcl oder Aval, davon dies Ecilia wohl herzukom-me» scheint. Es bedeutet einen Fluß überhaupt, und er ist auchin der That wie Ausbruck sagt, der größte Fluß in Europa.Tergis oder Aergis ist Las Volk her «Lschsrkäschen oder Zirkaßen.^'st. Sesch. der Sckrffarch. I