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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
185
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H- Abschn. zur Zeit des Mittelalters. 185

Verwandten aufs Feld tragen, da den Kopf abschneiden,und dem Sohne geben, das Fleisch lösen sie in Stücken^en den Knochen unter beständigem Gebeten ab. So-bald sie nun weggehen, kommen die Geier, die dazuschon gewöhnt sind, und tragen alles Fleisch weg. Da-Man den Verstorbenen selig preist, und für sehr hei»iig hält, weil die Engel seinen Leichnam ins Paradieskragen. Der Sohn aber trägt den Kopf nach Hause,kocht, und ißt das Fleisch davon. Der Schädel aber^ird zu einem Trinkgcschirre bereitet, woraus er und alleVerwandten mit grosser Feierlichkeit trinken.

Da wir nur unvollkommene Ueberbleibsel der Reisedes Bruder Oderich haben, so verdient das Uebrige nichteinen weiteren Auszug.

VI!!. Johann de Mandeville stammte aus ei-kem alten und vornehmen adelichen Hause in England.Er war gebühren zu St. Albans. Sein forschender^nd wisbegieriger Geist, und seine unerschrockene Tap-ferkeit, feuerten ihn an, alle Wissenschaften mit gleichemErfolge zu erforschen. Er hatte die Mathematik, so3>ie die Arzneiwissenschaft, sorgfältig studiert, und auchdiel nach damaliger Art in der Theologie geleistet, undschrieb in allen diesen Wissenschaften Bücher. Allein erd>ar eben so sehr in ritterlichen Uebungen geschickt, undMn neue Ebentheuer zu suchen, trat er izza. (1Z22.) überFrankreich eine Reise nach dem gelobten Lande an, undkam nach zg Jahren ig;-. wieder in seinem Vaterlandsou, nachdem er beinahe ganz Asien durchwandert, demSultan von Egvpten Mandybron (Malek el RaserMohammed 1ZIO-1Z41.) und dem grossen Khane inSchjna (Schun Hoamti oder Tokatmur) im Kriege bei-Hestanden hatte. Er starb zuletzt in Lüttich iz^i. den^7- November, und ist auch da begraben. Er beschriebseine Reise, in Latein, französisch und englisch. Die

M; beste