2 ! 6 Von den Entdeckungen im Nord. II.MschN»
von dessen Städten und Landern, ich aus Mangel derNachrichten, nichts weiter sagen will; ausser daß derKönig mit dessen Söhnen und seinem ganzen Hause sehrgute Christen sind, und daß desselben ältester Prinz derjetzige König von Böhmen ist.
Nach 4 Tagereisen gingen wir aus Pohlen underreichten Frankfurt, eine Stadt, die dem Markgrafenvon Brandenburg zugehöret; wir kamen nunmehro inTeutschland herein, von welchem Lande ich nichts sagenwerde, weil es ein Ort ist, wo wir gleichsam zu Haustsind, und der vielen sehr wohl bekannt ist.
Nun müssen wir noch etwas von Giorgianiö !(Dschiordschiania) sagen, welches den lehtgedachten Or- 'ten gerade gegenüberliegt, und an Mongrelien (Men-grellen) stößt. Der König dieser Provinz heißt pari* !crarius und hat ein schönes Land, welches fruchtbar istan Brod, Wein, Fleisch, Korn, und anderen Früch-ten. Sie machen sehr vielen Wein auf den Bäumen,wie in Trebisonde: Die Menschen sehn sehr wohl ausund sind wohl gewachsen, allein sie haben die garstigstenSitten und die schlechtesten Gewohnheiten. Sie sind a>nKopfe geschoren, außer daß sie einige wenige Haare rundum stehen lassen, so wie einige unserer Aebte, die ein gutesEinkommen haben. Sie tragen Knebelbärte, welcheüber eine Viertel-Elle lang sind. Auf dem Kopfe tragensie ein Mühchen von verschiedener Farbe, mit einerder an der Spitze. Auf dem Leibe tragen sie eine zieM-lich lange aber enge Jacke, welche hinten bis zu den Len-den gespalten ist, denn sonst könnten sie nicht zu Pferdesteigen: in welchem Stücke ich sie nicht tadele, weil >ö)sehe, daß die Franzosen dieselbe auch gebrauchen. 2lnden Füssen und Schenkeln tragen sie Stiefeln, derenSohlen so gemacht sind, daß, wenn sie auf den Füsst"stehen, die Spitze und Hake die Erde berühren. In derMitte aber sind sie so hoch von der Erde, daß man dir