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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
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247
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N. Abschli. zur Zeit des Mittelalters. 247

nicht landen laßen, und sprach durch einen IsländischenDolmatscher. Das Land heißt Ikarier, und hiezu folgtein Mahrchen vomDedalus, Könige von Schotland, undseinem Sohne Icarus der ihr König und Gesetzgebergeworden. Dies von den Schottlandern neu bevölkerteband war kein anderes als Jrrland, wo man die Räu-Verzüge der Normänner im guten Andenken hatte, unddaher diese ihnen unbekante Krieger nicht aus Landwolle steigen lassen. Vielleicht lsts diel Landschaft Aerrv,woraus dies Icaria entstanden, und zum Icarus müsseein Dadalus Vater seyn, vielleicht ein Schottischer Fürstedessen Nahme etwas ähnliches im Klänge hatte. Vondiesem Lande seegelte man sechs Tage westwärts mit gutemWinde; in vier Tagen aber trieb sie' ein Sturm ausSüdwesten, nordwärts, und man sahe Land, einenbrennenden Berg, aus dem Rauch? und Feuer aufstiegund einen Fluß, der Bergpech führte. Eine halbwilde,kleine Rasse von Menschen, wohnte in Höhlen. Inder Folge sagt Aeni selbst, Zichmni habe das Land durch-sucht und mit samt den Flüssen an beiden Seiten vonEngroneland d.i. Grönland entdeckt, und eine Stadtdarauf erbauet. Es ist demnach wohl außer allemZweifel gesetzt, daß das von Zichmni entdeckte LandGrönland gewesen sey: Allein merkwürdig ist, daß erkeine Europäer oder ihre Nachkommen oder auch nurdie vom Nikolo Zeni noch vorgefundene Prediger Mön-che im Kloster St. Thomas angetroffen hat. Die Ein-wohner sind der Beschreibung nach wahre Grönländer,klein von Statur und halb wild, wohnen aber in Höh-len , dergleichen auch die Winterwohnungen der Grön-länder wirklich sind. Dies scheint einen Wink zu ge-ben , daß die Eingebohrnen oder jetzigen Grönländer,Zwischen iz8o und etwa lM 4 die Europäischen Ankömm-linge mit samt den Mönchen umgebracht haben. Fer-ner so sieht man auch hieraus, daß Grönlands Küsten

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