II.AbschN. zur Zeit des Mittelalters. 26z
ters, haben sie gleichsam eine beständige Nacht, lind dasLicht des Mondes bleibt ihnen stets sichtbar. Sie fangendas ganze Jahr hindurch eine unbeschreibliche Menge vonFischen, allein sie sind nur von zwei Arten; nämlichdie eine, welche in grossem Buchten in unbeschreiblicherMenge gefangen wird, heißt man Stockfisch (Qaclus^lorrinn,) und die andern sind platte Fische, allein vonwunderbarer Grösse, denn einer wog an die 200Pfund.Die Stockfische werden ohne Salz, an der Luft undSonne getrocknet, und weil sie nicht viel Fett undFeuchtigkeit haben, werden sie trocken wie die Hölzer.Wenn man sie essen will, schlägt man sie mit dem breitenEnde der Axt, da sie denn in Faden wie Nerven sichtheilen; hierauf richtet man sie mit Butter und Gewürzzu, um ihnen Geschmack zu geben. Mit dieser Waachtreibt man einen grossen Handel über See nach Deutsch-land. Die Heiligebutten zerstückt man wegen ihrerGrösse und salzt sie denn ein, da sie denn sehr gut sind.Nachgehends befrachten sie im Maimonath ein Schiffvon etwa;o Tonnen mit diesen Fischen, und verführen sienach Bergen, einem Orte in Norwegen, der über 1000Meilen (italiänische) davon liegt. Woselbst um dieseJahreszeit viele Schiffe von goo bis z;o Tonnen, alledie Producten von Deutschland, England, Schottlandund Preussen, und was zum Leben und Kleiden nöthigist, hinbringen: und gegen diese Fische werden dieseWaaren und Bedürfnisse eingetauscht, weil in ihremLande gar nichts wachst, sie brauchen daher kein Geld.Nach vollbrachtem Tausche, kehren sie sogleich um nachHause, und legen nur noch an einem Orte an, wo sieHolz aufs ganze Jahr zum brennen und zu andern Be-dürfnissen mitnehmen.
Die Einwohner dieser Felsen sind Leute von schö,nem Ansehen und reinen Sitten. Sie befürchten nicht,
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